Bundesheer: BZÖ-Bucher für "Zivilschutzdienst"

"Wenn man den Zivildienst auf sechs Monate reduziert, landet man schlussendlich beim Berufsheer"

Wien (OTS) - "Wenn man will, dass die Wehrpflicht bleibt und es auch weiterhin einen Zivildienst geben soll, dann sollte man auch einen großen Teil der insgesamt 13.000 Zivildiener für den Katastrophenschutzdienst heranziehen. Der BZÖ-Vorschlag wäre daher die Schaffung eines Zivilschutzdienstes", schlug heute BZÖ-Bündnisobmann Abg. Josef Bucher bei einer Pressekonferenz vor.

"Gegenwärtig ist es nämlich so, dass von den rund 13.000 Zivildienern ein geschätztes Drittel im direkten Einsatz in Spitälern, bei Rettungsdiensten oder in der Altenbetreuung ist, aber zwei Drittel davon, verrichten in irgendwelchen sozialen Einrichtungen Hilfsdienste, wie Märchen vorlesen bei den Kinderfreunden", sagte Bucher und weiter: "Warum sollte man diese dann nicht auch für den Katastrophenschutz heranziehen und dafür ausbilden, damit man im Falle einer Katastrophe die erforderliche Mannstärke für eine effiziente Hilfe aufbringen kann. Der Zivildienst ist laut österreichischer Verfassung immer noch ein Wehrersatzdienst." Bucher verweist auch darauf, dass beispielsweise eine Hochwasserkatastrophe wie im Jahr 2002 für das heutige Bundesheer nicht mehr bewältigbar wäre, deshalb sei der Zivilschutzdienst eine notwendige Lösung.

"Wenn nun auch die Diskussion in Richtung Reduktion des Zivildienstes auf sechs Monate geht, dann müssten aber auch die Folgen überdacht werden. Dann bekommt man nämlich keine Soldaten mehr für den Wehrdienst, denn wer geht dann noch zum Bundesheer?", fragte Bucher und abschließend: "Wenn man den Zivildienst auf sechs Monate reduziert, dann landet man schlussendlich beim Berufsheer, weil es zu wenig Rekruten gibt."

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