Sima: 5 Jahre WasteWatcher - Erfolg auf der ganzen Linie

Hohe Beliebtheit der Kontrolltruppe und drastischer Rückgang der Sauberkeitsvergehen

Wien (OTS) - 85 % der WienerInnen halten die WasteWatcher für eine gute Einrichtung, 84 % der Befragten meinen, Wien ist eine sehr saubere oder saubere Stadt und der Blick auf Wiens Straßen und öffentliche Plätze zeigt ein klares Bild: Die Sauberkeitsmaßnahmen der Stadt Wien inklusiver strenger Kontrollen der Sauberkeitsspielregeln wirken. "Unsere Aktion 'Saubere Stadt' ist ein voller Erfolg, es freut mich, nach 5 Jahren seit Einführung der WasteWatcher diese auch mit Zahlen und Fakten belegbare Bilanz ziehen zu können. Zugleich versichere ich, dass wir in Sachen Sauberkeit trotz der Erfolge natürlich dran bleiben - hier darf man keinen Millimeter locker lassen", so Umweltstadträtin Ulli Sima.

Ziel aller Sauberkeitsmaßnahmen - vom Ausbau der Hundesackerlspender, über die Aufrüstung der Papierkörbe mit Aschenbechern, die Installation von Aschenrohren bis hin zum top-Service der 19 Mistplätze - ist es, die Eigenverantwortung der Wienerinnen und Wiener und ihr Bewusstsein für die Sauberkeit weiter zu stärken: "Es gibt in Wien keine Ausreden, seinen Mist nicht ordnungsgemäß zu entsorgen", stellt Sima einmal mehr klar. Die Meinung der Wienerinnen und Wiener gibt ihr Recht: 84 % der Befragten sprechen sich dafür aus, daß das Wegwerfen von Abfällen, die Verunreinigung durch Hundekot und illegale Sperrmüllablagerungen in Wien weiterhin stärker kontrolliert werden.

5 Jahre WasteWatcher: über 28.000 Amtshandlungen

Seit Februar 2008 kontrollieren die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht die Spielregeln und strafen bei Vergehen. Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es teuer werden. "Die Gelder sind zweckgebunden und werden natürlich für Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet", so Sima. Seit Februar 2008 führten die WasteWatcher über 28.000 Amtshandlungen durch. Allein im Jahr 2012 gab es über 6.100 Organstrafen und knapp unter 1.600 Anzeigen gegen Müllsünder.

Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und rund 400 ausgebildete MitarbeiterInnen bei der MA 48 und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in zivil unterwegs.

Der Erfolg ist messbar: Dramatische Rückgänge der Müllsünden innerhalb von 5 Jahren

Minus 68 Prozent illegal abgestellte Kühlgeräte, minus 31 Prozent illegal abgelagerter Sperrmüll, minus 38 Prozent illegal abgestellte Einkaufswagerl, 31 Prozent weniger Tschick-Stummeln auf dem Boden und 47.200 gefüllte Hundekotsackerl täglich in Wiens Mistkübeln - der Erfolg der Sauberkeitsmaßnahmen in Wien ist messbar.

Hotspot Tschickstummeln: Rückgang um 31 %

Laut Umfragen und Hochrechnungen ist das Littering von Zigarettenstummeln in Wien im Zeitraum von 2005 auf 2012 um 31 % zurückgegangen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies eine Abnahme von 868 Mio. Zigarettenstummeln im Jahr 2005 auf 600 Mio. Stück 2012. Dies ist insbesondere aufgrund der gleichzeitigen Zunahme des Außer-Haus-Konsums und der Verschärfungen des Nichtrauchergesetzes in Lokalen beachtlich.

Haben 2005 noch rund 65 % der Befragten angegeben, ihre "Tschickstummel" einfach auf den Boden zu schmeißen, sind es im Jahr 2012 nur noch 14 %. Bereits 48 % geben an, ihre Zigaretten in einem Aschenbecher zu entsorgen. Auch das Wissen über die Strafen hat sich deutlich verbessert. So wissen heute bereits 55 % der RaucherInnen, dass es strafbar ist, einen Zigarettenstummel aus dem fahrenden Auto zu werfen. Hier drohen mind. 75 Euro Strafe, durch eine Lenkererhebung. Auch die Akzeptanz für Strafen ist überraschend hoch, so befürworten 80 % der Befragten eine Strafe für achtloses Wegwerfen von "Tschickstummeln", selbst 70 % der RaucherInnen sind dafür.

Ebenso spiegelt der Jahresvergleich der tatsächlich richtig entsorgten "Tschickstummel" die Akzeptanz der aufgestellten Aschenrohre sehr gut wieder. Die Anzahl der pro Jahr in Wien erfassten Zigarettenstummeln stieg in den letzten Jahren kontinuierlich und im Vergleichszeitraum 2011-2012 um 31 % an.

Dieser Trend lässt sich auf zwei wesentliche Gründe rückschließen:

o Das Angebot an Aschenrohren wurde deutlich erhöht
o und das Bewusstsein für die Benutzung der aufgestellten Aschenrohre ist gestiegen.
o Insgesamt gibt es nun von der MA 48 ganze 850 freistehende Aschenrohre
o und 11.600 Papierkörbe mit Aschenbecherfunktion.
o An die MA 42 (Wiener Gärten) wurden 1.400 Aschenrohre für Parks und Grünanlagen übergeben.
o Die Einwurföffnungen wurden im letzten Jahr mit speziellen Kunststoffeinsätzen verbessert. Der Aufsatz mit schrägem Einfallwinkel verhindert nun Verstopfungen des Aschenrohrs.

Die WasteWatcher schritten letztes Jahr insgesamt 5.800-mal wegen auf den Boden geschmissener Zigarettenstummeln ein: Knapp unter 4.000 Organstrafmandate wurden ausgesprochen 1.126 Anzeigen gelegt und rund 700 Ermahnungen ausgesprochen.

Hotspot Hundekot: Fast 3000 Sackerlautomaten

Unglaubliche 47.200 Stuck Hundekotsackerln mit eindeutigem Inhalt finden täglich ihren Weg in die städtischen Papierkorbe, pro Jahr sind dies 17,2 Millionen Sackerln. Die Stadt erhöhte die Anzahl der aufgestellten Hundesackerlautomaten im Jahr 2012 auf insgesamt 2.970. Das Stadtgebiet ist damit bereits mit einem dichten Netz ausgestattet. HundebesitzerInnen können sich über den online-Stadtplan (Internet und 48er-App) über das Angebot entlang ihrer Gassi-Strecken informieren.

66 Prozent der Bevölkerung empfindet eine deutliche Verbesserung der Hundekotproblematik durch die Einführung der WasteWatcher. 2012 kam es zu 1.131 Amtshandlungen der WasteWatcher aufgrund von Verunreinigungen mit Hundekot, wobei ca. 1.000 mit Organstrafmandaten in der Höhe von 36 Euro bestraft wurden.

top-Angebot der MA 48 - kein Grund für Ausreden

Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der alljährlichen wienweiten Putzaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll ständig ausgebaut.

o Es gibt mittlerweilen 2.970 Hundesackerlautomaten mit "Gratis Sackerl fürs Gackerl"
o 24.000 öffentliche Papierkörbe
o 11.600 davon mit Aschenbechern
o und 850 freistehende Aschenrohre der MA 48
o und 1.400 Aschenrohre der MA 42 in Parks.
o Es gibt 19 Mistplätze und
o 200.000 Altstoffsammelbehälter für die getrennte Sammlung.
o Das gesamte Angebot der MA 48 ist im Internet am Onlinestadtplan der Stadt Wien (www.wien.gv.at/stadtplan, Karteninhalt "Saubere Stadt") -
o Zusätzlich gibt es seit letztem November auch eine eigene 48er-App für Smartphones, wo die Einrichtungen ebenfalls abrufbar sind.
o Neben den Kontrollen wird es auch 2013 wieder eine Vielzahl von bewusstseinsbildenden Maßnahmen in Sachen Sauberkeit geben:
o die alljährliche Mitmachaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" vom 22. April bis 05. Mai 2013
o und das Mistfest im am 4. Wochenende im September.

Aktionstage der WasteWatcher: Hohe Präsenz im Sinne der Sauberkeit

Seit Sommer 2008 werden auch Aktionstage organisiert, an denen in ausgewählten Bezirken zwischen 40 und 100 WasteWatcher konzentriert kontrollieren. 2012 wurden 23 derartige Aktionen durchgeführt, im Schnitt 2 pro Monat. Auch auf der Donauinsel fand ein Schwerpunkttag statt. Der erste im neuen Jahr findet am 9. Februar Hot-Spots (Verstärkte Ansammlung von Beschwerden) im Norden und Süden Wiens statt.

Anhang:

Aus dem Alltag der WasteWatcher 2012

o Oktober 2012: Planquadrat-Kontrolle 21., Franz-Jonas-Platz
Ein Herr wirft einen Zigarettenrest gleich in der Nähe eines Papierkorbs mit Ascher-Rohr zu Boden. Die WasteWatcher schreiten ein. Der Müllsünder verweigert die Ausweisleistung und ruft selbst die Polizei an. Diese nimmt Daten auf und erteilt Anzeige wegen der Nichtbefolgung des Beseitigungsauftrages. Dazu verrechnet Polizei auch den Einsatz: Euro 320 Strafe + ca. Euro 70 für den Polizei-Einsatz
o März 2012: Handelskai, nähe Millennium Tower
Ein Autofahrer wirft brennende Zigarette aus Fahrerfenster auf die Straße. WasteWatcher beobachten dies, Lenkerermittlung durch Kennzeichen, Anzeige nach Wiener Reinhaltegesetz: Euro 75 Strafe
o Mai 2012: Siebenbrunnengasse
Hundebesitzerin wird von WasteWatchern dabei beobachtet, wie sie Kot ihres Vierbeiners nicht vom Gehsteig wegräumt, sondern weitergeht. WasteWatcher übergeben Organstrafverfügung von Euro 36.-. Dame zahlt nicht ein, somit Euro 150 Strafe
o April 2012: Waldmüllerpark
Parkbenutzerin lässt Verpackungsmaterial ihres Mittagessens auf einer Sitzbank liegen, WasteWatcher verhängen Organstrafverfügung von Euro 36.- Ausrede der Dame, sie wisse nicht, dass man Verpackungsmaterial und Papierl wegräumen muss, sondern dachte, nur Zigarettenstummel... Die Organstrafverfügung wurde nicht rechtzeitig bezahlt: Euro 75 Strafe
o Mai 2012: Mitterhofergasse
WasteWatcher beobachten eine Dame, die ihren Einkaufswagen vom Supermarkt mitnimmt und ihn am Straßenrand zurücklässt. Bei der Amtshandlung wurde eine Organstrafverfügung in der Höhe von EUR 36.-übergeben. Der Strafbetrag wurde jedoch nicht rechtzeitig einbezahlt:
Euro 320 Strafe
o März 2012: Mariahilferstr./Ecke Neubaugasse
WasteWatcher beobachten Mann beim Wildplakatieren. In der Amtshandlung teilte der Mann mit, dass er nicht gewusst habe, dass die Plakatierung in Wien illegal sei. Nach einer Diskussion wurde von den WasteWatchern eine Anzeige gemäß der PlakatierVO der BPD-Wien ausgesprochen. Der Mann entfernte darauf hin alle von ihm aufgeklebten Plakate: Euro 75 Strafe

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

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Mag.a Anita Voraberger
Mediensprecherin
Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima
Tel.: +43 1 4000 81353
Mobil: +43 664 16 58 655
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at

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