BZÖ-Bucher warnt: EU will Österreichs Trinkwasser privatisieren

VP-Mitterlehner hat EU-Richtlinie zugestimmt - BZÖ fordert: Hände weg von unserem Wasser

Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher warnte heute im Rahmen einer Pressekonferenz vor den Plänen der EU, Österreichs Trinkwasser zu privatisieren. Die EU-Kommission habe einstimmig eine Richtlinie beschlossen, die den Kommunen ermöglichen soll, die Trinkwasserversorgung für den privaten Markt zu öffnen. "In Wahrheit droht ein Ausverkauf des heimischen Wassers. Wenn die EU sagt, sie will nur mehr Wettbewerb ermöglichen, dann glaubt das niemand. Es darf nicht sein, dass sich private Konzerne unser weißes Gold unter den Nagel reißen", so Bucher, der an die EU-Abgeordneten appellierte, diese Privatisierungspläne im heute stattfindenden zuständigen Ausschuss zu verhindern.

Heftige Kritik übte Bucher in diesem Zusammenhang an ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner. "Nachdem sich Österreich anfangs gegen die Trinkwasserprivatisierung gewehrt hat, ist Mitterlehner beim Rat am 10.12.2012 umgefallen und hat der EU-Richtline zugestimmt. Dabei geht es hier um einen Anschlag auf unser Wasser. Das BZÖ fordert: Weißes Gold darf man nicht verkaufen. Wir dürfen dieses Kapital nicht aus der Hand geben. Hände weg von unserem Wasser", betonte der BZÖ-Chef.

Bucher verwies auf die dramatischen Auswirkungen der Wasserprivatisierung in Portugal. "Die Trinkwasserqualität hat sich dort bis zur Ungenießbarkeit dramatisch verschlechtert und die Preise sind innerhalb weniger Jahre um 400 Prozent gestiegen. Dies zeigt, dass es sich um kein Schreckgespenst sondern um eine echte Bedrohung handelt, die auf Österreich zukommt", so der BZÖ-Chef.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0003