Regner: Arbeitsplätze sind absolute Priorität im Jahreswachstumsbericht 2013

"Schande, dass für Kommission Jugendarbeitslosigkeit nicht schon jetzt oberste Priorität hat"

Wien (OTS/SK) - Heute Donnerstag wird im Europäischen Parlament in Brüssel über den Jahreswachstumsbericht 2013 abgestimmt. "Damit übermitteln wir dem Europäischen Rat für die Frühjahrstagung am 14. und 15. März die Position der EU-Volksvertretung. Absolute Priorität hat dabei die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Die Ziele der EU2020-Strategie haben nach wie vor ihre Gültigkeit, entsprechende finanzielle Mittel sind dafür zur Verfügung zu stellen", erläutert die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner, Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten. ****

Die Beschäftigungssituation junger Menschen in Europa hat sich in den vergangenen drei Jahren massiv verschlechtert. Aktuell sind insgesamt 26 Millionen Menschen in der EU ohne Arbeit, davon rund 5,5 Millionen junge Menschen. Die höchste Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen gibt es in Griechenland mit 57,6 Prozent und Spanien mit 56,5 Prozent. Regner: "Die Krise hat aber auch die Situation für die am Arbeitsmarkt befindlichen Menschen verschärft. Unsichere Arbeitsverträge nehmen ebenso zu wie unbezahlte Praktika." Die SPÖ-Europaabgeordnete drängt auf eine rasche Umsetzung der Beschäftigungsgarantie nach österreichischem Vorbild. "Die Mittel des europäischen Sozialfonds sollen insbesondere für jugendbezogene Maßnahmen verwendet werden. Wir müssen eine 'verlorene Generation' unter allen Umständen verhindern. Daher müssen wir jetzt handeln!", sagt Regner. Als begleitende Maßnahme will Regner im Rahmen der EU-Richtlinie über Massenentlassungen eine Bremse einziehen.

In der heute angenommenen Entschließung über die Beschäftigungs- und sozialpolitischen Aspekte im Jahreswachstumsbericht 2013 fordert das Europäische Parlament die 27 EU-Mitgliedstaaten auf, Maßnahmen zur Arbeitsplatzbeschaffung zu ergreifen, "wie Reformen der Steuerbelastung der Arbeit, die Beschäftigungsanreize bieten, die Selbstständigkeit sowie Unternehmensgründung fördern und unterstützen". Regner: "Die Staats- und Regierungschefs der EU müssen die Dramatik erkennen, in der die arbeitsuchenden Menschen in Europa derzeit stecken. Dass das Thema Jugendarbeitslosigkeit nicht längst oberste Priorität für die Europäische Kommission hat, ist eine Schande." (Schluss) up/mp

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