Finanztransaktionssteuer - EU-Konzept darf Kapitalmarkt nicht schädigen

Aktienforum-Präsident Robert Ottel: Auch in der "kleinen" Umsetzung der Finanztransaktionssteuer (FTS) sollte die Steuer auf einem neuen Konzept der EU-Kommission basieren.

Wien (OTS) - Präsident des Aktienforum, Robert Ottel, in Reaktion auf den heute, 22.1.2013, gefassten Beschluss des ECOFIN zur richtungsweisenden Einführung einer FTS "im kleinen Kreis": "In der vorliegenden Konzeption kann ich nur auf die schwerwiegenden Folgen für den österreichischen Kapitalmarkt und die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen hinweisen. Die EU-Kommission sollte die neue Steuer derart ausgestalten, dass die Realwirtschaft nicht darunter leidet."

Eine derartige Beschränkung des Kapitalverkehrs verteuere die Unternehmensfinanzierung, beeinträchtige die Investitionsdynamik und das Innovationstempo und schade dadurch der Wettbewerbsfähigkeit. Das prinzipielle Ziel einer FTS, der Lenkungseffekt von Transaktionen hin zu regulierten Märkten und weg von Spekulation, werde zudem durch eine FTS in der derzeitigen Konzeption nicht erreicht. "Wie bereits die Erfahrungen Schwedens und nunmehr auch Frankreichs zeigen, wandert der Aktienhandel von besteuernden Ländern auf außerbörsliche (weniger regulierte und weniger transparente) Plattformen ab."

Rückfragen & Kontakt:

Aktienforum
Ulrike Haidenthaller M.A.
Geschäftsführerin
Tel.: +43 (0)1 71135-2345
u.haidenthaller@iv-net.at
www.aktienforum.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001