Leitl würdigt Junckers vorbildlichen Einsatz für Europa und die Stabilisierung des Euro

Die WKÖ begrüßt die von den EU-Finanzministern beschlossene Einführung einer Finanztransaktionssteuer in elf Euro-Staaten.

Wien (OTS/PWK027) - "Jean-Claude Juncker hat in den vergangenen Jahren an der Spitze der Eurogruppe bewiesen, dass er ein im höchsten Maß verdienter Europäer ist", betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der heutigen Wahl des niederländischen Finanzministers Jeroen Dijsselbloem zum neuen Chef der Eurogruppe. Juncker hatte den Vorsitz über das wichtigste Gremium der Eurozone acht Jahre lang inne.

"Juncker hat in den vergangenen schwierigen Jahren einen vorbildlichen Einsatz für die Stabilisierung des Euro und die europäische Solidarität gezeigt und entscheidend dazu beigetragen, Europa durch die Krise zu führen", so Leitl. Europa könne es sich nicht leisten, auf die Talente und Begabungen und die enorme Erfahrung eines Jean Claude Juncker zu verzichten: "Ich hoffe, dass er auch in Zukunft in Europa eine wichtige Rolle spielen wird." Aufgabe des neuen Chefs der Eurogruppe sei es nun, gemeinsam mit seinen Kollegen den Kurs in Richtung nachhaltiger Budgetkonsolidierung zu setzen und gleichzeitig die Weichen für Wachstum und Beschäftigung zu stellen.

Als einen weiteren wichtigen Etappensieg im Hinblick auf die Bekämpfung schädlicher Spekulation begrüßt der Wirtschaftskammer-Präsident zudem die beim heutigen Wirtschafts- und Finanzministerrat (ECOFIN) beschlossene Einführung einer Finanztransaktionssteuer im Rahmen der sogenannten verstärkten Zusammenarbeit in elf Euro-Staaten. Eine Finanztransaktionssteuer habe viele positive Effekte bei nur marginalen negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen, so Leitl: "Die Transaktionssteuer ist ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der öffentlichen Haushalte und trägt außerdem dazu bei, die schädliche, kurzfristige Spekulation zu bremsen. Darüber hinaus ist sie ein Signal dafür, dass sich nicht nur die Bürgerinnen und Bürger und die vielen kleinen und mittelständischen Betriebe an den Kosten der Krisenbewältigung beteiligt werden, sondern auch jene, die für die Übertreibungen an den Finanzmärkten verantwortlich sind."

Abschließend stellt Leitl klar: "Die Finanztransaktionssteuer ist richtig und wichtig. Damit hat es sich aber. Jeglicher weiterer Belastung durch neue oder höhere Steuern und Abgaben wird die Wirtschaft so wie bisher eine klare und unmissverständliche Absage erteilen."

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