Kongress com.sult zu Gast im Wiener Rathaus

Die Gegenwart und Zukunft Europas sind Thema beim zehnten Vienna Congress com.sult 2013 in Wien

Wien (OTS) - Der hochkarätige internationale Kongress wurde am 21. Jänner mit einem Empfang und Kamingespräch auf Einladung von Bürgermeister Michael Häupl im Wiener Rathaus eingeläutet. Vor mehr als 100 VIP-Gästen diskutierten Jan Zielonka , Oxford Professor für Politikwissenschaften, Phillip Blond, Berater des Britischen Premierministers David Cameron, und Iain Begg, Professorial Research Fellow an der London School of Economics. Moderiert wurde das Gespräch vom ehemaligen Vizekanzler Erhard Busek.

"Beim zehnten Vienna congress com.sult 2013 haben wir Top-Leute aus 15 Ländern nach Wien gebracht, um die Visionen für Europa zu erörtern. Wir wollen eine sehr konkrete, substanzielle Diskussion über die Zukunft Europas führen. Der Vienna Congress com.sult ist dafür mit seinem umfangreichen Programm und seiner einzigartigen Atmosphäre die ideale Plattform", so der Initiator der Veranstaltung, David Ungar-Klein.

"Wo befinden wir uns heute?", fragte Oxford-Professor Jan Zielonka im Rahmen der Diskussion. "Zum großen Teil erleben wir eine Finanzkrise, die auch eine Krise für Europa ist, und nun sind wir auch in einer Form von politischer Krise. Wir müssen uns fragen: Warum hat die selbe (Wirtschafts-)Krise in den USA nicht zu einer politischen Krise geführt? Der Unterschied liegt zum größten Teil daran, dass die Bürger der USA zufrieden mit ihrer Regierung sind. In Europa basiert Legitimität großteils auf Effizienz, wobei man versucht, am europäischen Level effizienter zu sein als auf dem Level der einzelnen Mitgliedsstaaten. Dies funktionierte in guten Zeiten ohne Probleme, doch ist nicht ausreichend für die Herausforderungen in schlechten Zeiten", so Zielonka.

Ernüchtert gab sich Phillip Blond, Berater des Britischen Premierministers David Cameron. "Wir hätten uns Europa nicht als romantische Vision vorstellen sollen. Der Ursprung Europas sind Leute, die eine politische und kulturelle Union unter der Prämisse wirtschaftlicher Möglichkeiten wollen, um dann eine wirtschaftliche Union zu gründen, die jedoch keine politische Union ist. Und meiner Meinung ist dies zum Scheitern verurteilt". Überzeugt zeigte sich Blond über die Notwendigkeit einer Verteidigung europäischer Grenzen:
"Nur Großbritannien und Frankreich können die Grenzen zu Nordafrika sichern. Aus diesem Grund braucht Europa Großbritannien, weil es die einzige richtige militärische Kraft in Europa ist, die sowohl die Reichweite als auch die Fähigkeit besitzt. Und meiner Meinung nach werden die europäischen Grenzen diese Verteidigung brauchen."

"Das Problem der britischen Wähler ist, dass man glaubt die Europäische Union würde nicht funktionieren. Warum sonst würden sie sich an etwas hängen, das ihre Wichtigkeit in der Welt verliert?", so Iain Begg. "Gründe warum man Teil der Europäischen Union ist sind unterschiedlich: nach dem Krieg folgte Frieden, der Single European Market, die gemeinsame Währung Euro. Nichtsdestotrotz gibt es einen Kern, und dieser erhöht ständig die Basis des wirtschaftlichen Zusammenarbeitens und Erfolges der Europäischen Union."

Der Vienna Congress com.sult 2013

Bereits zum zehnten Mal findet der "Wiener Kongress com.sult" statt. Österreichs größter Wirtschafts- und Standortkongress bringt auch dieses Jahr Wissenschafter, Politiker und Wirtschaftskapitäne zusammen um die Zukunft Europas zu thematisieren. Neben der politischen Konzeption Europas geht es nach wie vor um den Umgang mit der aktuellen Wirtschaftskrise. Aber auch Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsstärke, der Umgang mit Migration und Reformen für mehr Demokratie stehen auf der Agenda.

Mehr Informationen zum Kongress unter www.com.sult.cc.

Fotos unter www.wien.at/pressebilder.

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