Post AG: Gewerkschaft kämpft gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen

Bis zu 1000 Kilogramm Post täglich - Sieben von zehn neuen Briefträgern verlassen die Post

Wien (OTS/ÖGB/GPF) - Die Recherchen der Personalvertretung zeigen sehr deutlich, dass an eine Vergrößerung der Zustellbezirke nicht zu denken ist. Die Arbeitszeitaufzeichnungen bestätigen vielerorts eklatante Überschreitungen der Arbeitsstunden. Bis zu zwölf Stunden Zustellung sind weder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch den Postkunden zuzumuten.

"So lange MitarbeiterInnen bis zu 1000 Kilogramm Post täglich zustellen und sich dafür auch noch rechtfertigen müssen, so lange die Rayone trotz voller Arbeitsauslastung vergrößert werden, so lange beenden wir die gewerkschaftlichen Maßnahmen sicher nicht", so GPF-Vorsitzender Helmut Köstinger.

Völlig inakzeptabel ist die Tatsache, dass der Postvorstand noch während der Verhandlungen die geplanten Rayonsveränderungen in die Systeme eingespielt und die Daten bereits an die Großkunden der Post weitergegeben hat. Mit dieser Haltung hat der zuständige Vorstand der Post AG einmal mehr bewiesen, dass ein sozialpartnerschaftlicher Weg nicht gewünscht ist und wie er zu seinen knapp 9.000 Briefträgerinnen und Briefträgern, aber auch zu den Postkunden steht. Wenn uns heute von zehn Neuaufnahmen sieben in kürzester Zeit wieder verlassen, dann ist endgültig Feuer am Dach. Verschärft wird die prekäre Personalsituation zusätzlich durch ein offenbar systematisches und betriebsintern angeordnetes Vorgehen gegen unsere älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dadurch gezielt aus dem Unternehmen gedrängt werden sollen. Die Mobbingvorwürfe nehmen dramatisch zu.

"Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Aktienkurse interessieren uns dabei nicht", so Helmut Köstinger abschließend. Das Postmanagement muss endlich einmal erkennen, dass der Gewinnmaximierung zu Lasten der Belegschaft Grenzen gesetzt sind.

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Martin Palensky
Zentralausschuss Post AG
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