DIE ARBEIT DES ZUSCHAUERS

Peter Handke und das Theater

Wien (OTS) - Österreichisches Theatermuseum, 31. Jänner bis 8. Juli 2013 Öffnungszeiten: Täglich außer Dienstag 10 bis 18 Uhr

Am 21. Oktober 1965 schrieb der damals 22-jährige Peter Handke an den Verleger Siegfried Unseld: 'Ich habe gerade mit Ach und Krach ein Stück geschrieben. Es heißt 'Publikumsbeschimpfung' und ist mein erstes und mein letztes. Ich möchte es nun aufführen lassen und auch sonst dazu sehen, daß ich es vielleicht anbringe.' Bereits im Juni 1966, kurz nach seinem legendären Auftritt vor der Gruppe 47 in Princeton, wurde das Stück mit seiner radikalen Kritik am konventionellen Theater in einer Inszenierung von Claus Peymann uraufgeführt. Es machte Handke über Nacht berühmt. In mittlerweile zwanzig Stücken entwickelte der Autor seither ein neues 'episches Theater' und prägte damit das deutschsprachige Theater maßgeblich.

Die Ausstellung anlässlich des 70. Geburtstages von Peter Handke im Dezember 2012 setzt sich erstmals umfassend mit der Theaterarbeit des Autors auseinander. Im ersten Teil, der von der Publikumsbeschimpfung bis zum Ritt über den Bodensee reicht, ist Handke als der junge Star eines neuen Theaters zu sehen; als 'fünfter Beatle' wurde er damals in den Medien bezeichnet. Der zweite Teil führt in vielfältig neue Gegenden: Er reicht von Über die Dörfer bis zum jüngst aufgeführten Geschichtsdrama Immer noch Sturm. Hier findet auch Die Fahrt im Einbaum ihren Platz, samt einer Dokumentation jener Erregungen, die das Jugoslawien-Engagement des Autors ausgelöst hat.

Die Ausstellung des Österreichischen Theatermuseums wurde in Kooperation mit dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek von Klaus Kastberger und Katharina Pektor kuratiert und von Peter Karlhuber gestaltet.

Pressekonferenz

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme,

Datum: 30.1.2013, um 10:00 Uhr

Ort:
Österreichisches Theatermuseum
Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Andreas Kugler
Tel: (+43 1) 525 24 - 5315
andreas.kugler@theatermuseum.at
www.theatermuseum.at

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