Stronach/Lugar: Kürzerer Zivildienst bringt Reformdruck für das Bundesheer

Für Katastrophenschutz die Freiwilligen Feuerwehren unterstützen, stärken und fördern

Wien (OTS) - "Wer den Auftritt von Generalstabschef Entacher am vergangenen Sonntag bei "Im Zentrum" mitverfolgt hat, dem ist klar, warum das Bundesheer noch nicht reformiert wurde. Entachers Worte haben die Notwendigkeit des Reformdrucks aufgezeigt", erklärt Team Stronach Klubobmann Robert Lugar. Seine Forderung: "Der Zivildienst ist als Wehrersatzdienst gedacht und eine Diskriminierung durch eine längere Dienstzeit daher nicht zu rechtfertigen. Deshalb ist die Zeit auf sechs Monate zu reduzieren!" Damit werde es auch deutlich mehr Zivildiener und weniger Grundwehrdiener geben - was automatisch einen Reformdruck für das Bundesheer bringt.

In einem ersten Schritt sind die Kernaufgaben der Landesverteidigung zu definieren, verlangt Lugar. Er erinnert: "Fast alle der in der letzten Zeit diskutierten Aufgaben sind keine Kernaufgaben des Bundesheeres: Weder der Katastrophenschutz noch der Assistenzeinsatz für die Polizei." Die Kernaufgabe beschränkt sich auf die Landesverteidigung - und die ist in Zusammenhang mit EU und NATO zu sehen.

Für einen effizienten Katastrophenschutz müssen laut Lugar primär die Freiwilligen Feuerwehren unterstützt, gestärkt und gefördert werden - sie bewältigen rund 90 Prozent der Einsätze. Wenn dann eine große Zahl an Helfern über einen längeren Zeitraum benötigt wird, könnten Grundwehrdiener gemeinsam mit Berufssoldaten Sandsäcke füllen.

Unabhängig von Katastrophen sollen nach dem Konzept des Team Stronach besonders ausgebildete Berufssoldaten im Sinne der Assistenz regelmäßig bei kleinen Feuerwehren aushelfen, die speziell an Wochentagen zusehends Personalprobleme haben. Lugar: "In diesem Bereich können Berufssoldaten besser eingesetzt werden, statt Grundwehrdiener zu verwenden."

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