Regner: Lohn- und Sozialdumping der Konzerne EU-weit verhindern!

SPÖ-Europaabgeordnete präsentierte Stellungnahme zur "Durchsetzungsrichtlinie der Entsenderichtlinie" - Europäische Demonstration am Mittwoch

Wien (OTS/SK) - Die Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in andere EU-Länder entsendet werden, ist oftmals dramatisch. Viele Unternehmen umgehen die Rechte und die Schutzbestimmungen der Entsendeten. Dieser Missbrauch sowie Schlupflöcher in der seit 1996 bestehenden EU-Entsenderichtlinie machen eine Aktualisierung absolut notwendig, die daher von der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament für diese Legislaturperiode gefordert wurde. In der jetzt zur Behandlung stehenden Durchsetzungsrichtlinie der Entsenderichtlinie drohen nun aber sogar Verschlechterungen. Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner, stv. Vorsitzende im Rechtsausschuss, hat dazu gestern Montag ihre Stellungnahme im Ausschuss präsentiert. Diese soll dazu führen, die nationalen Sozialsysteme durch bessere Kontrolle und Registrierung der Unternehmen zu schützen und die Rechte der entsandten Arbeitnehmer zu sichern. ****

"Betrügerische Unternehmen und Schwindler müssen gestoppt werden. Ich trete für wirksame Maßnahmen ein, um jede grenzüberschreitende Form von Sozialbetrug zu verhindern. Schluss mit Briefkastenfirmen!", sagt Regner. Die drei wichtigsten Maßnahmen, die mit der Durchsetzungsrichtlinie erfolgen müssen, sind wirksame Kontrollen in den Mitgliedstaaten; eine gesamtschuldnerische Haftung für Unternehmen, damit sich diese nicht hinter Sub-Unternehmerketten verstecken können; und verstärkte und effektive grenzüberschreitende Zusammenarbeit der zuständigen Behörden.

Evelyn Regner ruft für morgen Mittwoch gemeinsam mit den europäischen Gewerkschaften zu einer Demonstration gegen die derzeit geplante Durchsetzungsrichtlinie auf. "Ich werde als Europaabgeordnete im zuständigen Rechtsausschuss alle Mittel ausschöpfen, damit wir in diesem Bereich mehr Gerechtigkeit erhalten", sagt Regner abschließend. (Schluss) sn/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
markus.wolschlager@europarl.europa.eu

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001