Karas zu Dijsselbloem: Wahl mit Wermutstropfen

EU-Parlamentsvizepräsident: Neuer Eurogruppenchef muss sich zum "Anwalt der Banken- und Fiskalunion" machen

Brüssel, 22. Jänner 2013 (OTS) Die Wahl des Niederländers Jeroen Dijsselbloem zum neuen Vorsitzenden der Eurogruppe ist für den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments eine "erwartungsgemäße Entscheidung mit einem Wermutstropfen". "Die Gelegenheit zu einer Strukturreform ist nicht genutzt worden. Ich hätte mir gewünscht, dass die Ämter des Währungskommissars und des Eurogruppenchefs zusammengelegt werden. Wenn wir den Euro stärken wollen, müssen wir Doppelstrukturen beseitigen", so Karas. Der neue Eurogruppenchef solle jetzt aber so schnell wie möglich seine Arbeit beginnen und sich zum "Anwalt der Banken- und Fiskalunion machen", fordert der Parlamentsvizepräsident. ****

Dijsselbloem solle klarstellen, dass der Euro nicht nur die Währung der Eurozone, sondern der ganzen EU sei. "Alle Zweifel daran müssen ausgeräumt und Doppelstrukturen vermieden werden", betont Karas. Auch erwarte er sich, dass der neue Eurogruppenchef dem Europäischen Parlament regelmäßig Rede und Antwort stehe.

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