"Walkout for Safety"- Protest gegen EU-Verschlechterungen bei Flugdienstzeitregeln

GPA-djp, vida und AK unterstützen internationale Aktion der Flightcrews am Flughafen Wien - Recht auf sicheres Ankommen wahren GPA-djp, vida und AK unterstützen internationale Aktion der Flightcrews am Flughafen Wien - Recht auf sicheres Ankommen wahren

Flughafen Wien (OTS) - Wien (ACA) In ganz Europa finden heute, Dienstag, unter der Ägide der ECA (European Cockpit Association) und der ETF (Europäische Transportarbeiter-Föderation) Proteste von Piloten und Kabinenbesatzungen gegen die geplanten Verschlechterungen bei den europäischen Flugdienstzeitregeln statt. Unter dem Motto "Walkout for Safety" werden auf den maßgeblichen europäischen Flughäfen - auch am Wiener Airport - Demonstrationen stattfinden. In Brüssel werden Piloten und Flugbegleiter aus mehreren europäischen Ländern den verantwortlichen EU-Politikern eine Petition mit rund 100.000 Unterschriften übergeben, Flashmobs und andere Aktionen, die die Aufmerksamkeit von Flugpassagieren auf sich lenken sollen, sind zu erwarten.

Auch der Österreichische Pilotenverband - Austrian Cockpit Association - veranstaltet an diesem Tag einen "Walkout for Safety" und hat von 9 bis 11 Uhr zu einer Demonstration im Abflugbereich des Flughafens Wien aufgerufen. In Österreich werden die Aktionen von den Gewerkschaften vida und GPA-djp, der AK sowie vom Bordbetriebsrat von AUA/Tyrolean und FlyNiki unterstützt. "Die Regeln, die von der europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) vorgelegt wurden, sind ein Schlag ins Gesicht von Piloten und Flugbegleitern", bekräftigt Siegfried Lenz, ACA Generalsekretär und Flugdienstzeiten-Experte. "Diese neuen Regeln werden den Airlines erlauben, gefährliche Dienstpläne zu erstellen. Crews können dann bis zu 22 Stunden wach bleiben und bis zu zwölf Stunden in der Nacht fliegen, obwohl Wissenschafter einhellig und dringend raten, Nachtdienste auf maximal zehn Stunden zu begrenzen."

"Die Sicherheit der Crews, der Passagiere und der Bevölkerung, die unter den Flugrouten lebt, ist in Gefahr", warnt der Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Gottfried Winkler. "Wir fordern die Entscheidungsträger sowie die Mitglieder des Europäischen Parlaments auf, diesen inakzeptablen Regelungsentwurf noch zu ändern. Es muss dafür gesorgt werden, dass in Europa Wirtschaftlichkeit nicht auf Kosten von Sicherheit der Vorrang gegeben wird - derartigen Tendenzen werden wir gemeinsam einen Riegel vorschieben."

"Die Neuregelung der Arbeitszeiten muss sicherstellen, dass ein fundamentales Recht der europäischen Flugpassagiere gewahrt bleibt. Das Recht sicher anzukommen", bekräftigt auch Gerda Heilegger, Arbeitszeitexpertin der AK Wien.
Gewerkschaften in vielen Ländern solidarisieren sich mit den Flightcrews und setzen damit ein Zeichen gegen die prekären Arbeitssituationen der Beschäftigten," erklärt Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier): "Deshalb ist es für uns selbstverständlich, diese Aktion zu unterstützen."

Eine Karte mit den Details zu den Aktionen in den verschiedenen Zentren in Europa finden Sie unter: http://goo.gl/maps/UpUdR

Rückfragen & Kontakt:

AUSTRIAN COCKPIT ASSOCIATION
Verband Österreichischer Verkehrspiloten
Christoph Mair
Mobil: 0664 1993330
Tel. 01 9971787
Internet: www.aca.or.at

Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit
Hansjörg Miethling
Tel.: 01 53444 79 261
Mobil: 0664/61 45 733
Internet: www.vida.at

Litsa Kalaitzis
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Tel.: 05 0301-21553
Mobil.: 0676 817 111 553
Email: litsa.kalaitzis@gpa-djp.at
Internet: www.gpa-djp.at

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