Lage in der Post AG spitzt sich zu

Arbeitskampf immer wahrscheinlicher

Wien (OTS/ÖGB) - Auf die Forderungen der Personalvertretung der Post liegt nun eine Antwort des zuständigen Postvorstandes DI Walter Hitziger vor.++++

Diese zeigt sehr deutlich, dass die Probleme sowie die drohende Arbeitsüberlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seitens des Postvorstandes offenbar ignoriert werden. Die vorgelegten Arbeitszeitaufzeichnungen sind aus Sicht der Belegschaftsvertretung keinesfalls dazu geeignet, die Rayone der Briefzustellerinnen und Briefzusteller weiter zu vergrößern.

Der seitens des Unternehmens vorgenommene Beobachtungszeitraum in der Zeit vom 2. Jänner bis 10. Jänner 2013 reicht jedenfalls nicht aus, um eine ordnungsgemäße und betriebsvereinbarungs-konforme Arbeitsplatzgestaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vornehmen zu können.

"Wir sehen es als unsere Aufgabe, unsere Kolleginnen und Kollegen vor den permanenten Überbelastungen und möglichen Übergriffen seitens des Managements zu schützen. Bereits heute werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich unter Druck gesetzt. Sogar Mobbingvorwürfe stehen im Raum", so GPF-Vorsitzender Helmut Köstinger.

Bezugnehmend auf die Antwort von VD DI Hitziger vom 21. Jänner 2013 muss die Personalvertretung von Scheinverhandlungen ausgehen. So steht fest, dass der Postvorstand trotz laufender Verhandlungen die Rayonsvergrößerungen bereits fixiert hat und die Großkunden der Post AG davon auch schon verständigt hat. Damit hat VD DI Hitziger von sich aus den bisher bei der Post AG bestehenden sozialpartnerschaftlichen Weg verlassen.

Deshalb hat der Zentralausschuss eine rechtliche Abklärung der Situation beauftragt.

Nachdem sich keine akzeptable Lösung mit VD DI Hitziger abzeichnet, fordert GPF-Vorsitzender Köstinger als nächsten Schritt ein Gipfelgespräch mit Generaldirektor Dr. Pölzl. Noch in dieser Woche beraten beide Fraktionen gemeinsam die weitere Vorgangsweise.

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Martin Palensky
Zentralausschuss Post AG
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martin.palensky@post.at

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