BUNDESJUGENDVERTRETUNG fordert konkrete Schritte nach Volksbefragung!

Regierung darf sich jetzt nicht zurücklehnen, sondern muss dringend notwendige Reformen bei Wehrpflicht und Zivildienst angehen!

Wien (OTS) - Nach der gestrigen Volksbefragung zur Wehrpflicht betont die Bundesjugendvertretung (BJV), dass für die Regierung die Arbeit jetzt erst losgeht: "Das Ergebnis bedeutet für junge Menschen keinesfalls, dass jetzt alles so bleiben soll wie es ist", so BJV-Vorsitzende Johanna Zauner.
Einerseits sind Jugendliche die WählerInnengruppe, die sich am stärksten für ein Berufsheer ausgesprochen und damit ihren Unmut zum Ausdruck gebracht hat, andererseits zählt eine Reform des jetzigen Systems generell zu den stärksten Wahlmotiven. "Gerade Jugendliche, die von Wehrdienst und Zivildienst direkt betroffen sind, sind sehr unzufrieden mit den jetzigen Bedingungen und empfinden diese Zeit oft als sinnlose Vergeudung. Das Ergebnis bei den WählerInnen in der Altersgruppe bis 29 Jahren ist somit auch ein dringender Reformauftrag an die Regierung", betont Johanna Zauner.

Zivildiener gleichstellen!

Die BJV fordert insbesondere eine Aufwertung des Zivildienstes:
"Zivildiener sind immer noch schlechter gestellt als Präsenzdiener, was einer ungerechtfertigten Bestrafung gleichkommt. Nachdem die WählerInnen und die Regierungsparteien dem Zivildienst eine besonders hohe Bedeutung zuschreiben, ist es jetzt höchst an der Zeit, die Leistung der Zivildiener auch anzuerkennen und die Ungleichstellung zu beenden. Erster Schritt ist die Kürzung des Zivildienstes auf 6 Monate und damit Gleichstellung mit dem Präsenzdienst", betont Zauner. Darüber hinaus müssen auch mehr Regelarbeitsplätze für den Sozialbereich geschaffen werden, um den steigenden Bedarf zu decken. "Es darf nicht sein, dass das Sozialsystem auf dem Rücken junger Menschen erhalten wird", so Zauner.

Jugendliche in Reformprozess einbeziehen!

Die Diskussion über die Zukunft von Wehrpflicht und Zivildienst darf keinesfalls ohne die Betroffenen geschehen, warnt die Vorsitzende:
"Wenn die Regierung junge Menschen jetzt in den Reformprozess einbezieht, zeigt sie, wie ernst sie es mit der Volksbefragung tatsächlich gemeint hat. Als gesetzlich verankerte Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen, die die Problemlagen junger Menschen genau kennt, bringt sich die BJV gerne konstruktiv in die Diskussion ein."

BJV-Abstimmungshilfe wichtige Information für Junge

Rückblickend übt die BJV nochmals Kritik an der fehlenden Sachinformation im Vorfeld der Volksbefragung: "Gerade für Jugendliche, die dieses Thema unmittelbar betrifft, hat die Regierung keine ausgewogenen Informationen zur Verfügung gestellt", kritisiert Zauner.
Wie die hohe Nachfrage gezeigt hat, hat die BJV mit ihrer Abstimmungshilfe hier eine große Lücke gefüllt. "Wir freuen uns, dass wir mit unserer Abstimmungshilfe viele junge Menschen erreichen konnten, für die die Volksbefragung die erste direkte Teilnahme an einer politischen Entscheidung war. Wir hoffen, dass das große Informationsdefizit der Parteien in Hinblick auf junge Menschen sich bei den kommenden Wahlen nicht wiederholt", betont Zauner abschließend.

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