• 21.01.2013, 13:31:24
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BUNDESJUGENDVERTRETUNG fordert konkrete Schritte nach Volksbefragung!

Regierung darf sich jetzt nicht zurücklehnen, sondern muss dringend notwendige Reformen bei Wehrpflicht und Zivildienst angehen!

Utl.: Regierung darf sich jetzt nicht zurücklehnen, sondern muss
dringend notwendige Reformen bei Wehrpflicht und Zivildienst
angehen! =

Wien (OTS) - Nach der gestrigen Volksbefragung zur Wehrpflicht betont
die Bundesjugendvertretung (BJV), dass für die Regierung die Arbeit
jetzt erst losgeht: "Das Ergebnis bedeutet für junge Menschen
keinesfalls, dass jetzt alles so bleiben soll wie es ist", so
BJV-Vorsitzende Johanna Zauner.
Einerseits sind Jugendliche die WählerInnengruppe, die sich am
stärksten für ein Berufsheer ausgesprochen und damit ihren Unmut zum
Ausdruck gebracht hat, andererseits zählt eine Reform des jetzigen
Systems generell zu den stärksten Wahlmotiven. "Gerade Jugendliche,
die von Wehrdienst und Zivildienst direkt betroffen sind, sind sehr
unzufrieden mit den jetzigen Bedingungen und empfinden diese Zeit oft
als sinnlose Vergeudung. Das Ergebnis bei den WählerInnen in der
Altersgruppe bis 29 Jahren ist somit auch ein dringender
Reformauftrag an die Regierung", betont Johanna Zauner.

Zivildiener gleichstellen!

Die BJV fordert insbesondere eine Aufwertung des Zivildienstes:
"Zivildiener sind immer noch schlechter gestellt als Präsenzdiener,
was einer ungerechtfertigten Bestrafung gleichkommt. Nachdem die
WählerInnen und die Regierungsparteien dem Zivildienst eine besonders
hohe Bedeutung zuschreiben, ist es jetzt höchst an der Zeit, die
Leistung der Zivildiener auch anzuerkennen und die Ungleichstellung
zu beenden. Erster Schritt ist die Kürzung des Zivildienstes auf 6
Monate und damit Gleichstellung mit dem Präsenzdienst", betont
Zauner. Darüber hinaus müssen auch mehr Regelarbeitsplätze für den
Sozialbereich geschaffen werden, um den steigenden Bedarf zu decken.
"Es darf nicht sein, dass das Sozialsystem auf dem Rücken junger
Menschen erhalten wird", so Zauner.

Jugendliche in Reformprozess einbeziehen!

Die Diskussion über die Zukunft von Wehrpflicht und Zivildienst darf
keinesfalls ohne die Betroffenen geschehen, warnt die Vorsitzende:
"Wenn die Regierung junge Menschen jetzt in den Reformprozess
einbezieht, zeigt sie, wie ernst sie es mit der Volksbefragung
tatsächlich gemeint hat. Als gesetzlich verankerte
Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen, die die
Problemlagen junger Menschen genau kennt, bringt sich die BJV gerne
konstruktiv in die Diskussion ein."

BJV-Abstimmungshilfe wichtige Information für Junge

Rückblickend übt die BJV nochmals Kritik an der fehlenden
Sachinformation im Vorfeld der Volksbefragung: "Gerade für
Jugendliche, die dieses Thema unmittelbar betrifft, hat die Regierung
keine ausgewogenen Informationen zur Verfügung gestellt", kritisiert
Zauner.
Wie die hohe Nachfrage gezeigt hat, hat die BJV mit ihrer
Abstimmungshilfe hier eine große Lücke gefüllt. "Wir freuen uns, dass
wir mit unserer Abstimmungshilfe viele junge Menschen erreichen
konnten, für die die Volksbefragung die erste direkte Teilnahme an
einer politischen Entscheidung war. Wir hoffen, dass das große
Informationsdefizit der Parteien in Hinblick auf junge Menschen sich
bei den kommenden Wahlen nicht wiederholt", betont Zauner
abschließend.

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