FP-Herzog: Respekt für die Aussagen von Karel Schwarzenberg!

Sämtliche Bundesregierungen haben sich seit 1945 um das Thema der Benesch-Dekrete und der Vertreibung "herumgeschwindelt"!

Wien (OTS/fpd) - Respekt und Anerkennung müsse man dem tschechischen Präsidentschaftskandidaten Karel Schwarzenberg bezüglich seiner klaren Aussagen zu den Benesch-Dekreten zollen. Während sich sämtliche Regierungen in Österreich seit dem Jahr 1945 um dieses Thema "herumgeschwindelt" haben und auch im Zuge der Beitrittsverhandlungen der Tschechischen Republik zur Europäischen Union niemand die menschenrechtswidrigen Benesch-Dekrete aufs Tapet brachte, war es nun Karel Schwarzenberg vorbehalten, dieses heiße Eisen anzufassen, so heute FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog in einer Reaktion.

Es sei erfreulich, dass endlich Bewegung in diese Streitfrage gekommen sei. Es werde aber sicher noch ein langer Weg sein, bis die grauenhaften Verbrechen von 1945 bis 1948 von der tschechischen Bevölkerung auch als solche zur Kenntnis genommen werden. Ziel der gemeinsamen Vorgehensweise muss das Aufarbeiten der historischen Vorgänge sein. Als unverrückbarer Eckpunkt muss aber am Ende dieses Weges die Aufhebung der inkriminierenden Teile der Benesch-Dekrete stehen und es sei wohl auch notwendig, dass sich die tschechische Seite über Schritte in vermögensrechtlicher Hinsicht den Kopf zerbricht, so Herzog abschließend. (Schluss)

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