Führerscheinausbildung in Österreich: Ab sofort gelten neue Prüfungsmodalitäten

Modulare Bauweise erleichtert den Zugang zu den Führerscheinklassen C und D - Das soll den Fahrermangel in der Busbranche und bei den Transporteuren positiv beeinflussen

Wien (OTS/PWK025) - Mit 19. Jänner 2013 wurde die theoretische Führerscheinausbildung in Österreich einem weitreichenden Relaunch unterzogen. Die bisher bestehenden Prüfungsmodelle werden durch Prüfungsmodule ersetzt, wobei das Grundwissen (Neues Modul GW) nur mehr einmalig absol-viert werden muss, nämlich bei der Absolvierung der ersten Lenkberechtigung. Bei allen weiteren Lenkberechtigungen, die abgelegt werden - gleich in welchem zeitlichen Abstand - werden lediglich die klassenspezifischen Fragen geprüft.

Damit wird die Ausdehnung auf andere Führerscheinklassen und damit der Einstieg in den Bereich der Berufskraftfahrer (Autobusbranche bzw. Transporteure) massiv erleichtert.

Martin Horvath, Obmann des Fachverbandes der Autobus-, Luftfahrt-und Schifffahrtunternehmungen der Wirtschaftskammer Österreich: "Die Busbranche kämpft seit langem mit einem Rekrutierungsproblem und massivem Fahrermangel. Die neue modulare Prüfweise bei der Theorieprüfung erleichtert den Zugang zum D-Schein, da sich die Führerscheinwerber ausschließlich auf die spezifischen Lehrinhalte dieser Lenkberechtigung konzentrieren können."

Auch Wolfgang Herzer, Fachverbandsobmann des Güterbeförderungsgewerbes in der WKÖ, begrüßt die Vermeidung von Doppelgleisigkeiten und Schaffung von Synergien: "Der Führer-scheinwerber spart sich Zeit- und Lernaufwand und bestehende Zugangsblockaden zum Berufsbild der Berufskraftfahrer werden abgebaut. Die neue Regelung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Beseitigung des bestehenden Problems des Fahrermangels in der Branche."

Der Fachverband der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich betont, dass sich der Lernaufwand für die jeweiligen Kandidaten auch im Falle der Ersterteilung keinesfalls vergrößern wird. Vielmehr ist der Prüfungsstoff nun gut einzugrenzen, der Prüfungswerber kann sich auf einzelne Schwerpunkte fokussieren. "Das neue modulare Prüfungssystem bietet den Vorteil, dass jedes Modul einzeln und unabhängig voneinander bestanden werden kann. Im Falle des Nichtbestehens eines Moduls muss nur dieses wiederholt werden", so Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs, der zuversichtlich ist, dass die modernisierte theoretische Fahrprüfung ein echtes Erfolgsmodell wird. (JR)

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