FPÖ-Mölzer: Bestellung des neuen Euro-Gruppen-Chefs ist weiterer Fall negativer Auslese

Das einzige, worauf es beim EU-Spitzenpersonal nicht ankommt, ist die fachliche Qualifikation - Einigung auf kleinsten gemeinsamen Nenner wird keine Probleme lösen

Wien (OTS) - Der Streit um die Nachfolge des Chefs der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, sei ein weiteres abschreckendes Beispiel, welches die EU bei der Besetzung von Spitzenpositionen liefere, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zum heute beginnenden Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. "Zuerst suchte man monatelang einen Nachfolger für Juncker, dann einigte man sich auf den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, und nun sieht alles wieder ganz anders aus", hielt Mölzer fest.

Insbesondere zeige die Bestellung des neuen Chefs der Euro-Gruppe, dass die Besetzung von Spitzenpositionen von Packeleien und Intransparenz geprägt sei, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Es herrscht der Grundsatz jeder gegen jeden, große gegen kleine Mitgliedstaaten, und Sozialisten gegen Konservative. Das einzige, was anscheinend keine Rolle spielt, ist die fachliche Qualifikation. Wäre die Qualifikation ausschlaggebend, dann hätte die Wahl auf Wolfgang Schäuble fallen müssen. Aber deutsche Finanzminister ist wegen seines strikten Sparkurses ein rotes Tuch für die südeuropäischen Euro-Länder", erklärte Mölzer.

Daher sei davon auszugehen, dass sich die EU-Mitgliedstaaten einmal mehr auf den gemeinsten kleinen Nenner einigen werden, meinte Mölzer. "Das war schon bei EU-Kommissionspräsident Barroso und beim ständigen EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy der Fall. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass das EU-Spitzenpersonal eine Art negativer Auslese ist, weshalb zu befürchten ist, dass die unzähligen Probleme in der Euro-Zone nicht gelöst werden", schloss Mölzer.

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