Neues Volksblatt: "Respekt vor Ergebnis" von Markus EBERT

Ausgabe vom 21. Jänner 2013

Linz (OTS) - "Der Sieg hat viele Väter, die Niederlage ist ein Waisenkind", sagt ein Sprichwort. Im Fall der Wehrpflicht-Volksbefragung ist das nicht ganz so. Michael Häupl etwa hat, getrieben von der Kronenzeitung, der SPÖ die ganze Sache eingebrockt, und sein Apparat hat sie auch noch mitverbockt - denn eine Wahlbeteiligung von nicht einmal 50 Prozent in einer angeblich roten Hochburg ist ein Armutszeugnis.
Bedanken darf sich die SPÖ auch beim Wiener Zeitungsboulevard, der in einem noch nie dagewesenen Sperrfeuer alles aus dem Weg ballern wollte, was für die Wehrpflicht war. Dass diese Mobilmachung so gründlich daneben gegangen ist, spricht für die politische Reife der Österreicher - ebenso wie eine Beteiligung von 50 Prozent. Im Vergleich zu so mancher Wahl kann sich das sehen lassen, Grund, das Ergebnis in sich anzuzweifeln, ist die Beteiligung jedenfalls keiner. Die Entscheidung für die allgemeine Wehrpflicht und den Zivildienst ist damit ein klarer Auftrag an die Politik. Die Österreicher wollen ein Bundesheer aus dem Volk für das Volk, wer dem Vaterland dient, hat sich Respekt verdient, aber auch beste Bedingungen.
Sieht man einmal davon ab, dass die SPÖ wohl ein paar Tage ihre Wunden zu lecken hat, sollte der parteipolitische Zank ums Heer ein sofortiges Ende haben. Es ist nun der Beweis anzutreten, dass das Ergebnis respektiert wird und wir ein Bundesheer auf der Höhe der Zeit bekommen.

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