Nach Volksbefragung: Sozialistische Jugend fordert rasche Reform der Wehrpflicht und Verkürzung des Zivildienstes!

Votum klarer Auftrag zur Reform: Gleichstellung von Präsenz- und Zivildienern - Attraktivität des Wehrdienstes steigern

Wien (OTS) - Nach der heutigen Volksbefragung zur zukünftigen Organisationsform unseres Heeres, fordert die SJ eine rasche grundlegende Reformierung der Wehrpflicht. "Die Sozialistische Jugend begrüßt das Ergebnis. Im Gegensatz zur ÖVP hatten wir aber schon vor der Volksbefragung Reformideen", übt Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, harte Kritik am planlosen Polit-Hick-Hack der Volkspartei.

Das Konzept der Sozialistischen Jugend sieht unter anderem eine Verkürzung des Zivildienstes auf 6 Monate vor, was nun, da die ÖVP plötzlich den Zivildienst, nach jahrelanger Ablehnung, lieb gewonnen hat, kein Problem darstellen sollte. "Es gibt keine Rechtfertigung, warum junge Menschen, die den Dienst an der Waffe ablehnen, zur Strafe drei Monate länger abzuleisten haben. Präsenz- und Zivildiener leisten beide einen wertvollen Beitrag und sollten dementsprechend raschest gleichgestellt werden!", so Moitzi.

Mittelfristig ist die Wehrpflicht für die Sozialistische Jugend das einzige Instrument unser Heer demokratischer und gesellschaftlicher Kontrolle zu unterwerfen. Langfristig muss das Bundesheer aus unserer Sicht abgeschafft werden. Wir brauchen Geld für die Menschen und den Ausbau des Sozialsystems, keine Panzer und Eurofighter.

Die wichtigsten Reformpunkte der Sozialistischen Jugend:

- Faire und gleiche Entlohnung der Präsenz- und Zivildiener.

- Gleiche Dauer von Präsenz- und Zivildienst.

- Soziale Absicherung: Präsenz- und Zivildiener sollen ordentliche Anstellungen erhalten und nicht in prekären Beschäftigungen arbeiten müssen.

- Die weitere Beziehung der Familienbeihilfe, während des Wehr- oder Zivildienstes.

- Einberufung der Präsenzdiener in die, dem Wohnort entsprechend am nächsten gelegene Kaserne, sofern kein anderer Wunsch besteht.

- Einrichtung von Präsenzdienerräten mit echten Entscheidungsbefugnissen.

- Abschaffung des Ausgangsverbotes.

- Klare Strukturreformen im Bereich der militärischen Verwaltung, um die dadurch frei gewordenen Finanzmittel im Interesse der Präsenzdiener verwenden zu können.

- Im Bundesheer soll eine Einrichtung geschaffen werden, die rechtsextreme, sowie demokratiefeindliche Tendenzen überwachen soll. Zusätzlich soll sie jährlich einen Bericht verfassen, der in den Verfassungsschutzbericht eingegliedert wird.

- Kein Einsatz des Heeres im Inneren und keine Beteiligung an EU-Battlegroups.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialistische Jugend Österreich
Matthias Punz
SJ-Pressesprecher
Tel.: +43 660/ 461 64 94
office@sjoe.at
www.sjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001