Samariterbund: Reformen für Rettungswesen mittelfristig notwendig

Finanzierung des Rettungswesens ist mit Weiterführung des Zivildiensts nicht gesichert

Wien (OTS) - Nachdem die Volksbefragung zugunsten der Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst ausgegangen ist, warnt der Samariterbund davor, zur Tagesordnung überzugehen. "Nicht nur das Bundesheer, auch der Zivildienst muss fit für die Zukunft gemacht werden. Ich sehe das Resultat der Volksbefragung als Auftrag der Bürgerinnen und Bürger, das bestehende System zu verbessern", erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.

Insbesondere müssten Vorbereitungen für geburtenschwache Jahrgänge getroffen werden. "Wir können uns nicht darauf verlassen, dass in den nächsten Jahrzehnten immer ausreichend junge Männer für den Zivildienst zur Verfügung stehen werden", warnt Hundsmüller.

Das sei besonders dringlich, weil die finanzielle Deckung von Rettungs- und Krankentransporten in den vergangenen Jahren immer stärker zurückgegangen ist. Insofern sei es undenkbar, dass die Blaulichtorganisationen eventuelle Ausfälle im Zivildienst aus eigenen Mitteln ersetzen könnten. "Die Einsatzfahrzeuge des Samariterbundes legen jährlich rund 18 Millionen Kilometer im Dienste der Allgemeinheit zurück. Diese Zahl wird immer höher, gleichzeitig stagnieren aber in vielen Fällen die Beiträge der Krankenkassen und Gemeinden. Die Herausforderungen bei der Finanzierung des Rettungswesens gehen also weit über das Thema Zivildienst hinaus", betont Hundsmüller.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs ruft daher alle Blaulichtorganisationen sowie Vertreter von Bund, Länder und Gemeinden dazu auf, ein verbessertes Modell zur Finanzierung des Rettungswesens am runden Tisch zu diskutieren.

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