ÖGB zu Arbeitszeitforderungen: Neues Jahr - alte Leier

Arbeitszeit reduzieren, Belastungen verringern

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Reaktion der Industrie auf die Ideen des Wirtschaftsministers zum Thema Arbeitszeit sind absolut nichts Neues unter Sonne, das neue Jahr beginnt mit der alten Leier", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. "Die Menschen in Österreich arbeiten hoch flexibel und arbeiten europaweit am längsten. Das bringt Krankenstände und langfristige Gesundheitsschäden - daran müssen wir arbeiten."++++

"Wir brauchen keine Arbeitszeitflexibilisierung, die geltenden Regelungen erlauben ein hohes Maß an Flexibilität", so Achitz. "Dass die Unternehmen sie nicht nutzen, ist nicht der Fehler der ArbeitnehmerInnen." Österreich gehöre zu den Spitzenreitern bei Wochenarbeitszeit und Überstunden - auch unbezahlten Überstunden. "Lange Arbeitszeiten schädigen nachweislich die Menschen, in Folge die Unternehmen durch krankheitsbedingte Ausfälle, und auch das Gesundheits- und Pensionssystem sind durch Krankenstände und im schlimmsten Fall Arbeitsunfähigkeit belastet. Wir brauchen gesündere Arbeitsplätze mit verringerter Arbeitsbelastung in den Unternehmen, das schließt auch kürzere Arbeitszeiten ein." Neben einer allgemeinen Verkürzung der Arbeitszeit könne man in einem ersten Schritt die Überstunden für die Arbeitgeber teurer machen. Achitz: "Ein Euro zusätzlich pro Überstunde, und bald hätten wir gesündere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - das nutzt der Wirtschaft mehr, als die neuen Ideen der Industrie." (schluss)

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