FPÖ-Neujahrstreffen (1): Strache: Ja zur Wehrpflicht, Ja zur Neutralität!

"System Pröll" in NÖ abwählen - Scharfe Kritik an ESM, EU und Asylmissbrauch

Vösendorf (OTS) - In Vösendorf fand heute vor mehr als 5.000 begeisterten Teilnehmern das Neujahrstreffen der FPÖ statt -Das ist neuer Besucherrekord! Nach der niederösterreichischen Landesparteiobfrau Barbara Rosenkranz, die auch Spitzenkandidatin für die Landtagswahlen ist, ergriff FPÖ-HC Strache das Wort zu einer Grundsatzrede, zu deren Beginn er das "System Pröll" in Niederösterreich mit scharfen Worten kritisierte und den verurteilten Ex-Innenminister Strasser als klares Symbol für dieses System bezeichnete. Es sei hoch an der Zeit, Erwin Pröll abzuwählen. Barbara Rosenkranz sei den Menschen verpflichtet und nicht irgendwelchen Banken, Konzernen und Interessensverbänden wie der Landeshauptmann.

Einen großen Teil seiner Rede widmete Strache der Volksbefragung am 20. Jänner und ersuchte alle, daran teilzunehmen und für die Wehrpflicht zu stimmen. Es handle sich dabei um eine rot-weiß-rote Entscheidung für Österreichs Zukunft und für die Neutralität. Den Verteidigungsminister forderte Strache auf zurückzutreten, denn dieser wolle gemeinsam mit der SPÖ das Bundesheer demontieren statt reformieren. Der FPÖ-Obmann bedankte sich auch bei den Berufssoldaten, Grundwehrdienern, Milizsoldaten und den Zivildienern, die jahrzehntelang Großartiges geleistet hätten. "Jetzt helfen wir unseren Helfern, damit wir morgen nicht schutz- und hilflos sind und nicht in der NATO aufwachen." Als Staatsbürger habe man Rechte und Pflichten, betonte Strache. "Es ist unsere Staatsbürgerpflicht, unsere Neutralität, Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie in Österreich zu verteidigen und zu schützen und im Falle von Katastrophen der eigenen Bevölkerung solidarisch Hilfe zu leisten. Ebenso geht es um die Pflicht der Fürsorge im Bereich des Zivildienstes", so der FPÖ-Chef. Es gehe um die Verteidigung von Werten, denn: "Eine Gesellschaft, die keine Werte mehr hat, wird zu einer wertlosen Gesellschaft."

Den kommenden Landtagswahlen in Niederösterreich, Kärnten, Salzburg und Tirol sieht Strache zuversichtlich entgegen. Speziell zu Salzburg meinte er: "Wenn man die Salzburger Landesregierung besuchen würde, muss es dort ja ausschauen wie in einer Messie-Wohnung, wo man vor lauter Chaos den Fußboden nicht mehr sieht." Hinsichtlich der Nationalratswahlen kündigte Strache an, der Regierung den Fehdehandschuh hinzuwerfen. Fünf Jahre lang hätten sich Faymann und Spindelegger aneinander geklammert, es sei überfällig, diese beiden siamesischen Frustrations-Zwillinge auseinanderzureißen. Österreich müsse an Haupt und Gliedern erneuert werden. Das gehe nur mit einer starken FPÖ und nicht mit irgendwelchen Splittergruppen.

Geharnischte Kritik übte Strache an der EU und dem diesbezüglichen Verhalten der österreichischen Bundesregierung, wobei er auch das Bankenpaket und die Inflation thematisierte. "Rot-Schwarz-Grün leben nicht Solidarität mit den Österreichern oder Bürgern, sondern ausschließlich Solidarität mit den Zockern und Bankspekulanten." Es handle sich um eine Umverteilungspolitik von Österreich in die EU. Und einzig die FPÖ bekämpfe auch den ESM entschlossen. Strache fühlte sich dabei an die Titanic erinnert: "Aber der Kapitän dieser Euro-Titanic baut keinen Unfall, sondern steuert absichtlich auf den Eisberg zu in der festen Überzeugung, dass sein Rammkurs den Eisberg versenkt und das Schiff keinen Schaden nehmen wird. Und wir Österreicher dürfen nicht mehr selbst entscheiden, wohin wir steuern. Man will uns zwingen, im Maschinenraum der Euro-Titanic Platz zu nehmen, unter Volldampf auf den Schiffbruch loszufahren und dafür sündteure Tickets erster Klasse in Form von steigenden EU-Beiträgen zu zahlen."

Auch mit den Themen Zuwanderung und Asylmissbrauch befasste sich Strache, wobei er die Räumung der Votivkirche verlangte und dabei das Verhalten oberster Kirchenvertreter rügte. Der klassische Asylwerber sei heute zur Ausnahme geworden. Österreich sei stattdessen zu einem Magneten für Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Herren Länder geworden, die in Wahrheit keinen Schutz benötigen, sondern lediglich die Errungenschaften des Sozialstaates in Anspruch nehmen wollen. Asyl sei heute zu einem Synonym geworden für Einwanderung in den Sozialstaat. Österreich habe auch insgesamt ein massives Problem mit der Ausländerkriminalität.

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