BZÖ-Bucher: Österreich muss seinen Goldschatz heimholen!

Fekter soll deutschem Vorbild folgen

Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher kündigt heute eine parlamentarische Initiative des BZÖ dafür an, damit Österreich dem deutschen Vorbild folgt und seine Goldreserven zurück holt. In Deutschland hat die hartnäckige politische Kritik, die Deutsche Bundesbank könne im Krisenfall nicht schnell genug auf ihre im Ausland gelagerten Goldbestände zugreifen, Wirkung gezeigt. Die dortige Notenbank kündigte an, dass bis Ende 2020 schrittweise 300 Tonnen Gold von New York sowie 374 Tonnen von Paris nach Frankfurt/Main verlagert werden. Damit werden künftig die Hälfte der deutschen Goldreserven im Inland gelagert. Bucher dazu: "Österreich kann gerade einmal auf 17 Prozent seiner Goldreserven im Krisenfall direkt zugreifen, weil nur 48,7 Tonnen im Inland - konkret bei der Nationalbank und bei der Münze Österreich - lagern. Holen Sie unseren Goldschatz heim nach Österreich, Frau Fekter!", so Buchers Appell an die ÖVP-Finanzministerin.

Gerade in Krisenzeiten der europäischen Währung, sei es hoch vernünftig auf den - hoffentlich nie eintretenden - Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein und mittels vorhandener Goldreserven die Stabilität einer neuen Währung wenigstens teilweise garantieren zu können. Bucher gab bekannt, dass das BZÖ erneut eine Bürgerinitiative nach deutschem Vorbild überlege. Dort habe die vom CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler gestartete Initiative die Heimkehr des Goldes erzwungen.

Nach mehreren erfolglosen parlamentarischen Initiativen und anfänglichem massiven Widerstand, hatte ÖVP-Finanzministerin Fekter auf Druck der Opposition folgende derzeitige Aufteilung des Austro-Goldes bekannt geben müssen: 224 Tonnen (ca. 80 Prozent) des Goldes befinden sich in Großbritannien, rund 6,9 Tonnen (drei Prozent) in der Schweiz und rund 48,7 Tonnen (17 Prozent) in Österreich. Gerade die Tatsache, dass rund vier Fünftel der österreichischen Reserven in London lagern stört Bucher:
"Großbritannien befindet sich nicht in der Eurozone und überlegt intensiv die EU zu verlassen. Das BZÖ steht dafür, Österreichs Gold in österreichischen Safes zu sichern. Man könnte beispielsweise prüfen, ob die nicht mehr benötigten Regierungsbunker für eine sichere Lagerung adaptierbar wären", schlägt der BZÖ-Chef vor.

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