RfW-BO Amann: Gründer-Ranking ist kein "Persilschein" für die verfehlte SPÖVP-Wirtschafts- und Steuerpolitik!

Ohne steuerliche Entlastungen des Faktors Arbeit werde von den Gründungsaktivitäten am Ende nicht viel anderes übrig bleiben als noch mehr Pleiten und noch mehr Arbeitslose.

Wien (OTS) - "Die Unternehmensgründung ist nur eine Seite der Medaille, die andere zeigen zahlreiche Studien, in denen Österreich bei wesentlichen Standortfragen wie etwa der Steuerlast kontinuierlich an Boden verliert. Es besteht also kein Grund für die Regierung, sich angesichts der Verbesserung im "Global Entrepreneurship Monitor" (GEM) auf die Schulter zu klopfen oder diese gar als "Persilschein" zu werten", so heute RfW-Bundesobmann Fritz Amann. Er fordert erneut die steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit - und zwar für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Amann verweist in diesem Zusammenhang auf die enorm hohe Abgabenquote, die dank "Schröpfpaket" von derzeit rund 43 auf an die 46 Prozent steigen werde. Laut einer aktuellen Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) für die Weltbank und die International Finance Corporation trage ein "Modell-KMU" eine Steuer-und Abgabenlast auf Unternehmensgewinne von 53,1 Prozent, davon 34,7 Prozent Lohnnebenkosten. "Damit liegt Österreich in dieser Frage weltweit auf dem blamablen Platz 151 von 185 untersuchten Staaten und hat sich gegenüber der Vorjahresuntersuchung sogar noch verschlechtert", so Amann. Die jüngsten Daten der Creditreform würden zudem für 2012 um 1,2 Prozent mehr Insolvenzen ausweisen, für 2013 werde ein weiterer Anstieg bei den Firmenpleiten erwartet. "Die Lohnnebenkosten müssen endlich gesenkt werden und die Kaufkraft gestärkt - noch stützt der Binnenkonsum die Wirtschaft", so Amann. Weiters müsse der Eingangssteuersatz auf 25 Prozent gesenkt, die Anhebung der Bemessungsgrundlage für die Anwendung des Höchststeuersatzes auf 100.000 Euro angehoben und eine jährliche Indexierung der Steuerbemessungsgrundlagen eingeführt werden.

"Ich weiß aus eigener Erfahrung als Unternehmer, welche "Prügel" die Regierung den Betrieben tagtäglich "vor die Füße" wirft, speziell in der Frage der Besteuerung braucht es einen "U-Turn" und Entlastung statt ständig neuer Belastung. Sonst bleibt von den erhöhten Gründungsaktivitäten und dem guten Abschneiden im GEM-Vergleich am Ende nicht viel anderes übrig als noch mehr Pleiten und noch mehr Arbeitslose", so Amann.

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