Verzögerungstaktik bei UrhG-Novelle

Der Kulturrat verbreitet in seiner heutigen Aussendung inhaltlich falsche Meldungen, die von Interessenvertretungen der Kunstschaffenden nicht autorisiert worden sind.

Wien (OTS/ÖGB) - Entgegen der Behauptung des Kulturrates sind Kunstschaffende auch Rechteinhaber, und zwar in Personalunion. Eine Sängerin verfügt über ihre Rechte als Interpretin, ein Komponist über seine Urheberrechte, um die Musik als Beispiel anzuführen. Musikschaffende produzieren ihre Werke im Tonstudio und veröffentlichen sie auch selbst. Sie besitzen daher auch die Leistungsschutzrechte für den Tonträger.++++

In Verhandlungen über die Auswertung solcher Rechte wäre ein Urhebervertragsrecht sehr hilfreich, die Gewerkschaft GdG-KMSfB fordert dieses seit vielen Jahren.

Davon getrennt fordern wir eine Vergütung für die legale Privatkopie. Computerfestplatten und andere neue Speichermedien sollen in die bereits bestehende Vergütungspflicht miteinbezogen werden.

"Eine Junktimierung dieser beiden Forderungen - nach einer Urheberrechtsnovelle und der Schaffung eines Urhebervertragsrechts -ist kontraproduktiv", sagt Peter Paul Skrepek von der Sektion Musik in der GdG-KMSfB. "Jetzt brauchen wir die Speichermedienvergütung. Sie ist für die Kunstschaffenden existenziell wichtig! Wenn einzelne Politiker ihre Zustimmung zur kommenden Novelle von einem völlig neu zu verhandelnden Urhebervertragsrecht abhängig machen, setzen sie die Zukunft der Kunstschaffenden in Österreich aufs Spiel."

Entgegen der auf der Website des Kulturates verbreiteten Information ist die Gewerkschaft kein Mitglied des Kulturates. Die KulturGewerkschaft KMSfB hat ihre Mitgliedschaft bereits am 19.12.2007 schriftlich gekündigt.

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Peter Paul Skrepek, Tel: 0664 614 5405
Kündigungsschreiben auf Anfrage

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