Blecha: An der Volksbefragung teilnehmen und für Berufsheer und freiwilliges Sozialjahr stimmen

Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha hat sich in einem Brief an die Pensionistinnen und Pensionisten gewandt und zur Teilnahme an der Bundesheer-Volksbefragung aufgerufen:

Wien (OTS) - Liebe Pensionistinnen und Pensionisten!

Sehr oft ertönt der Ruf nach mehr direkter Demokratie, nach mehr Mitbestimmung. Jetzt gibt es diese Möglichkeit und daher unser Appell, sie auch zu nützen. In kurzer Zeit, am Sonntag, 20. Jänner 2013 sind alle Österreicherinnen und Österreicher aufgerufen, an einer Volksbefragung zum Thema Bundesheer teilzunehmen.

Uns Pensionistinnen und Pensionisten kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Wir wissen zu gut, wie wichtig Frieden, Schutz und Sicherheit sind. Wir wissen, dass sich die Zeiten geändert haben. Es gibt keinen "Ostblock" mehr rund um Österreich. Alle unsere Nachbarländer (mit Ausnahme der Schweiz und Liechtenstein) sind wie wir Mitglieder der Europäischen Union, die auch ein Friedensbündnis ist. Heute sind wir anderen Bedrohungen ausgesetzt - Terroranschlägen oder Attacken auf Computersysteme. In diesen Fällen brauchen wir keine Grundwehrdiener, sondern absolute Fachleute zum Schutz Österreichs. Ebenso im Katastrophendienst. Denn es sind Profis, die bei Lawinen mit Hubschraubern fliegen und schwere Räumgeräte lenken. Und auch die Pioniere bei Hochwasser und Überschwemmungen sind Profis.

Nahezu in allen Ländern Europas wurden die Militärsysteme den neuen Anforderungen und Bedingungen entsprechend verändert - hin zu Berufsarmeen. Neben Österreich gibt es nur mehr 3 EU-Staaten mit dem überholten Wehrpflicht-Modell: Griechenland, Zypern und Finnland. Im neutralen Schweden und zuletzt in Deutschland gelang die Umstellung vom zwangsverpflichtenden Wehrdienst zum Berufsheer äußerst positiv.

Denn begleitend zu dieser Änderung eröffnet ein freiwilliges Sozialjahr Männern und Frauen eine entsprechend bezahlte Tätigkeit in Krankenhäusern, bei sozialen Hilfsdiensten, bei Blaulichtorganisationen wie Rotes Kreuz und Samariterbund, bei Behinderteneinrichtungen und Pflegeheimen. Ohne Zwangsverpflichtung, dafür mit hochwertiger Ausbildung, korrekter Bezahlung und einer neuen Berufsperspektive mit Zukunft.

Verpflichtender Grundwehrdienst und der 1975 dazugekommene Zivildienst als Alternative hatten ihre Zeit. Doch diese Zeit ist vorbei. Denn dass sich beim Bundesheer etwas ändern muss, wird von niemandem bestritten. Ich glaube, dass das Modell mit einem professionellen Berufsheer und dem freiwilligen Sozialjahr - das auch Frauen offen steht - der richtige, notwendige und zukunftstaugliche Weg ist. Wir können nicht länger warten und mit einem überholten, nicht mehr effizienten System "weiterwurschteln".

Ich empfehle daher, an der Volksbefragung am 20. Jänner 2013 teilzunehmen und für das Modell Berufsheer/freiwilliges Sozialjahr zu stimmen.

Rückfragen & Kontakt:

presse@pvoe.at
GS Andreas Wohlmuth, Tel. 01/313 72-30

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVO0001