• 18.01.2013, 10:34:59
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Greenpeace-Check: Kaum empfehlenswerte Chips und Kartoffelsnacks

Nur 11 von 33 untersuchten Produkten ökologisch "Gut", keines "Hervorragend"

Utl.: Nur 11 von 33 untersuchten Produkten ökologisch "Gut", keines
"Hervorragend" =

Wien (OTS) - Nur 11 von 33 Chips- und Kartoffelsnack-Produkte
schneiden laut heute veröffentlichtem Greenpeace-Marktcheck als
ökologisch "Gut", kein einziges Produkt als "Hervorragend" ab. Der
Greenpeace-Einkaufsratgeber marktcheck.at (www.marktcheck.at) hat zum
zweiten Mal Chips- und Kartoffelsnack-Produkte unter die Lupe
genommen und nach den Kriterien Ökologie (Inhaltsstoffe, Transport,
Gentechnik, Verpackung, Palmöl) und Tierschutz beurteilt. Im
Vergleich zum Greenpeace Chips-Check im Jahr 2010 schneiden einige
Produkte zwar besser ab, liegen aber noch weit unter den ökologischen
Möglichkeiten, wie Konsumentensprecherin Claudia Sprinz kritisiert:
"Es ist schon erstaunlich, dass wir derzeit im heimischen Handel
keine Chips oder Kartoffelsnacks finden, deren Kauf wir in jeglicher
Hinsicht empfehlen können. Nachdem klassische gesalzene Chips zumeist
nur aus Kartoffeln, Öl und Salz bestehen, sollte es eigentlich keine
Schwierigkeit sein, ein Bio-Produkt in Österreich herzustellen."

Besonders negativ aufgefallen, sind sogenannte "Stapelchips" in der
Dose. So enthalten die bei Penny erhältlichen "Mr. Potato Crisps
Original Flavor", die "Potato Crisps Original" und die "Potato Crisps
Paprika" von Spar, die "Pringles Xtreme Cheese & Chilli" sowie die
"Pringles Hot & Spicy" den problematischen Geschmacksverstärker
Natriumglutamat. Bei all diesen Produkten ist als Zutat auch
sogenanntes "pflanzliches Öl" enthalten. "Die Wahrscheinlichkeit ist
sehr groß, dass sich dahinter Palmöl verbirgt, das zur Zerstörung des
indonesischen Urwaldes beiträgt", so Sprinz. Hinzu kommt, dass der
Verpackungsaufwand im Vergleich zu frittierten Kartoffelscheiben
wesentlich höher ist.

Die meisten Punkteabzüge gibt es in der Kategorie "Transport". Bis
auf zwei Produkte mussten alle abgewertet werden, weil der
Transportaufwand unverhältnismäßig hoch oder die Transparenz der
Firmen mangelhaft sind. Besonders negativ fiel der Transportaufwand
der "Spar Potato Crisps Original" und der "Spar Potato Crisps
Paprika" auf. Sie bestehen aus deutschen Kartoffelflocken, die zur
Verarbeitung nach Malaysia und wieder zurück nach Österreich
transportiert werden. Sie erhielten daher bei den Transportkriterien
nur ein "Ungenügend".

Sprinz plädiert für ein Umdenken: "Derzeit können Konsumentinnen und
Konsumenten, die auf Knabber-Spaß nicht verzichten wollen, nur
zwischen konventionellen Produkten aus Österreich oder nicht regional
produzierten Bio-Chips wählen. Dabei würden in Österreich
hergestellte Bio-Chips, die regional produzierte Zutaten enthalten
und deren Verpackung nicht unnötig aufwändig ist, vermutlich
ökologisch 'Hervorragend' abschneiden."

Weiterführende Informationen sowie Link zur Produktliste finden Sie
unter: http://marktcheck.greenpeace.at/chipscheck

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