Kontrollgipfel II

Eisenstadt (OTS) - In den letzten Monaten hat sich die Wettbewerbssituation bestimmter Branchen im Burgenland drastisch verschlechtert. Die Unternehmen leiden besonders unter dem Pfusch und unfairem Wettbewerb.

In der Wirtschaftskammer in Eisenstadt fand am 17. Jänner der zweite Kontrollgipfel zum Themenfeld "Grenzüberschreitendes Arbeiten, Lohn- und Sozialdumping und die entsprechenden Kontrollmechanismen" statt. Teilnehmer waren die Vertreter aller betroffenen Institutionen - von der Finanzpolizei über die Bezirksverwaltungsbehörden bis zum Arbeitsinspektorat, der Gebietskrankenkasse, der Arbeiterkammer und natürlich der Bauwirtschaft.

"Konkret haben wir bei diesem Gipfel die derzeitige Vollzugspraxis analysiert und über mögliche Veränderungen gesprochen", erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Ing. Peter Nemeth.

Ein Problem in der derzeitigen Situation: Aktuell kontrolliert vor allem die Finanzpolizei. Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth hofft auf eine "breitere Achse" von Behörden, die sich der Problematik annimmt. So könne die Finanzpolizei wegen illegaler Beschäftigung zwar strafen, aber keine Baustelle einstellen. Dies könnte aber die Gewerbe- oder allenfalls auch die Baubehörde tun. Geplant ist auch mehr Information und Aufklärung in Richtung Konsumenten: "Das Niveau des Unrechtsbewusstseins ist in Österreich besonders tief angesiedelt", so Nemeth. "Hier müssen wir Auftraggeber und Konsumenten noch mehr in die Pflicht nehmen."
Vereinbart wurde beim Kontrollgipfel die Installierung einer Arbeitsgruppe die künftige Kontrollzuständigkeiten und -abläufe definieren soll, um so mehr Effizienz im Kampf gegen Pfusch und unlauteren Wettbewerb zu garantieren. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen bis Anfang März - also rechtzeitig vor Beginn der Bausaison - vorliegen.

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Dkfm. Harald Schermann,
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