Kappel: Seestadt Aspern soll als Wiener Vorzeigeprojekt realisiert werden

Stakeholder-Prozess für das Projekt "Liesing Mitte" findet ohne Bewohner statt

Wien (OTS/fpd) - "Die Seestadt Aspern soll als Vorzeigeprojekt der Gemeinde Wien realisiert werden", das verlangte heute die Gemeinderätin der FPÖ-Wien Dr. Barbara Kappel im EU-Ausschuss, "aber Vorzeigeprojekte müssen von erfahrenen und fachkompetenten Projektverantwortlichen realisiert werden, sonst scheitern sie." Hinsichtlich eines weiteren Wiener Vorzeigeprojekts im Bereich "Smart City", nämlich des Projekts "Liesing Mitte" führte FP-Fraktionsführer im EU-Ausschuss Mag. Wolfgang Jung aus, dass man hier im Stakeholder-Prozess offenbar den wichtigsten Stakeholder, die Liesinger Bevölkerung, vergessen habe.

Im Jahr 2011 wurde das Projekt "Smart City Wien" auf Initiative von Bürgermeister Häupl ins Leben gerufen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Forschungsprogramms "Smart Energy Demo Fit For SET" des europäischen Klimafonds. Dabei wurde ein Maßnahmenkatalog als Grundlage für eine klimafreundliche Zukunft und die Transformation Wiens zu einer "Smart City" erarbeitet. Wesentlich sind für Wien hier Leuchtturmprojekte, wie die Seestadt Aspern und das Projekt "Liesing Mitte". Zwei Projektbeispiele, die aus Sicht der FPÖ Optimierungsbedarf in der Umsetzung haben.

Insbesondere beim Großprojekt "Seestadt Aspern" kann aufgrund der enormen finanziellen Dimension bei einer nicht ausreichend kompetenten und erfahrenen Projektsteuerung der Schaden groß sein. Als Beispiel für fachlich nicht fundierte Projektverantwortlichkeit, wenngleich in wesentlich kleinerem Ausmaß, führte Kappel die fehlgeschlagene Sanierung des Stadthallenbades an. Hier wurde die Planung an ein Unternehmen vergeben, das zuvor noch kein Hallenbad geplant hatte. "Eine derartige Vorgehensweise muss bei der Realisierung von Aspern-IQ vermieden werden. Für ein solches Großprojekt braucht es Partner mit viel Erfahrung bei Planung und Umsetzung von internationalen Großprojekten", sagt die freiheitliche Gemeinderätin.

Obwohl das Konzept "Smart City" von der Freiheitliche Fraktion grundsätzlich begrüßt wird, wurde die heute im Gemeinderatsausschuss für europäische und internationale Angelegenheiten vorgelegte Statusinformation von der Fraktion nicht zustimmend zur Kenntnis genommen, da die Einbindung der Bevölkerung fehlt und die Nachhaltigkeit bei der Umsetzung der Projekte nicht ausreichend gegeben ist.
(Schluss) hn

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