Privatstraße durch Gnadenhof Hendlberg: Runder Tisch auf Gemeinde brachte Annäherung

Trotz Abwesenheit der Bauwerberin haben sich alle Anwesenden auf weitere Vorgehensweise und möglichen Kompromiß geeinigt

Laaben (OTS) - Bei der heute am Gemeindeamt Laaben, NÖ stattgefundenen Sitzung ("Runder Tisch") kam es - trotz Abwesenheit der Betreiberin des privaten Straßenbaus durch den Gnadenhof, Frau Esther Seydl-Wershofen - zu einer Annäherung aller übrigen Beteiligten, also Bürgermeister Helmut Lintner, Vertreter der NÖ Agrarbezirksbehörde, Baumeister und Dr. Franz-Joseph Plank von ANIMAL SPIRIT. Federführend dabei war der engagierte Architekt D.I. Gernot Haage, der von sich aus und unentgeltlich eine Alternativ-Variante ausgearbeitet und präsentiert hat, mit der theoretisch alle leben könnten. Sie wäre nicht nur wesentlich weniger invasiv und gefährlich, da im flacheren Gelände unterhalb des Gnadenhofs, sondern würde v.a. auch keine Tierbehausungen und Weiden schneiden und wäre zudem vermutlich auch noch kostengünstiger.

Dazu Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann und Gründer von ANIMAL SPIRIT sowie seiner Gnadenhöfe: "Ich sehe die heutige Sitzung als wichtigen Schritt in die richtige Richtung und Wegbereiter für einen möglichen Kompromiß in dieser seit über 20 Jahren andauernden Rechtsstreiterei. Alle anwesenden Behörden und Baumeister haben den von Architekt Haage vorgelegten Alternativvorschlag grundsätzlich befürwortet und als vernünftige Variante angesehen, mit der alle Beteiligten leben könnten. Einzig die Betreiberin und Verursacherin dieser unendlichen Geschichte, welche unseren Gnadenhof zum Teil zerstören würde, war nicht anwesend - schade. Herr Architekt Haage wird daher -dankenswerterweise und wiederum unentgeltlich - den Alternativplan detaillierter ausarbeiten, Vorab-Zustimmungserklärungen der notwendigen Behörden (Baubehörde, Naturschutz- und Rodungsbewilligungen) einholen sowie von den betroffenen bzw. geschädigten Nachbarn (Herr Graser und ANIMAL SPIRIT) Rechtsmittelverzichte ausfertigen lassen. Letzteres wäre jedenfalls kein Problem, sollte es wirklich zu einer akzeptablen Lösung für den Gnadenhof und damit für die Tiere kommen."

Der Durchbruch ist noch nicht geschafft, aber ein erster wichtiger Schritt ist getan. Dr. Plank abschließend: "Da ja momentan in NÖ Wahlkampf herrscht, kann man auch die Politik nicht aus der Verantwortung nehmen (siehe Vorgeschichte unter www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121008_OTS0099). Immerhin sind sie und die Behörden dafür verantwortlich, daß es überhaupt jemals zur Genehmigung einer derart gefährlichen und noch dazu steuergeld-geförderten Privatstraße zu einer 50 Jahre unbewohnten Hausruine an der steilsten Stelle quer durch einen bestehenden Gnadenhof kommen konnte, wodurch an die 50 gerettete Tiere heimatlos geworden wären. Sollte es wider Erwarten jetzt doch zu keiner Lösung kommen, so werden wir wohl oder übel unsere seit 15. Oktober erfolgreich durchgeführten Blockadeaktionen wieder aufnehmen müssen, was ich aber nicht hoffe. Landeshauptmann Pröll sowie der zuständige Landesrat Pernkopf - beide ÖVP - sind jedenfalls von der Situation informiert und sie wären gut beraten, sich in dieser leidigen Angelegenheit noch vor den Wahlen positiv einzubringen und sich nicht immer nur von SekretärInnen abblocken zu lassen!"

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