Häupl sieht Reformlösung nur bei Berufsheer

Wien (OTS) - Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Verteidigungsminister Norbert Darabos unterstrich Wiens Bürgermeister Michael Häupl heute, Donnerstag, erneut seine Zustimmung zum Berufsheer. "Die Welt hat sich geändert, das System nicht", so Häupl. Die Erfordernisse der Gegenwart wie Cyber-Crime oder Terrorismus würden daher eine professionelle Truppe notwendig machen. Generell wäre eine Heeresreform wesentlich leichter mit der Einführung eines Berufsheeres zu realisieren, bei einem Votum pro Wehrpflicht seien keine einschneidenden Änderungen zu erwarten.

Für Wien sah das Stadtoberhaupt vor allem die Frage des Zivildienst-Ersatzes als entscheidend: "Wir brauchen in Rettungswägen, Pflegediensten und Sozialeinrichtungen ebenfalls Profis". Das würde eindeutig für ein freiwilliges soziales Jahr und gegen einen Zwangsdienst sprechen. Zudem sei der positive Faktor einer Berufsausbildung im Rahmen der 12 Monate - also drei mehr als beim derzeitigen Zivildienst - "nicht zu unterschätzen".

Häupl sah sich nicht als Initiator der Volksbefragung am kommenden Wochenende. Der damalige Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager hätte das bereits 1991 vorgeschlagen. Und auch die Zilk-Kommission hätte in ihrem Bericht zumindest eine Diskussion zum Thema Berufsheer angeregt. "Diese Ehre beanspruche ich nicht für mich", meinte Häupl.

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