Regner/Kadenbach: Konzerne sollen sich nicht mehr hinter Sub-Unternehmen verstecken dürfen

SPÖ-Europaabgeordnete fordern mehr Verantwortung nach Brand in Textilfabrik in Bangladesch

Wien (OTS/SK) - Das Europäische Parlament hat heute Mittag einen gemeinsamen Entschließungsantrag zu den Todesfällen, die kürzlich durch Brände in Textilfabriken u.a. in Bangladesch verursacht wurden, angenommen. "Wenn wir über die furchtbaren Tragödien in Bangladesch und Pakistan sprechen, dann sprechen wir nicht nur über unvorstellbare Schicksalsschläge. Wir sprechen hier über Verantwortung und über Grundrechte", sagt die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner, Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten. Regner: "Die 112 Toten beim Fabrikbrand in Tazreen sind die Kehrseite einer Politik der Marktöffnung. Je weiter weg die produzierenden Unternehmen sind, desto mehr schauen alle weg:
Hersteller, Händler und Kunden. Sie schauen weg, wenn es um Löhne geht, um Gesundheit, Arbeitsbedingungen oder Umweltschutz." ****

Evelyn Regner fordert, dass sich europäische Unternehmer nicht mehr länger hinter einer Sub-Unternehmerkette verstecken dürfen, konkret fordert die SPÖ-Europaabgeordnete klare Haftungsbestimmungen und eine soziale Berichtspflicht für multinationale Unternehmen.

Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied in der Delegation für die Beziehungen zu den Ländern Südasiens, fordert mit der Parlamentsmehrheit die Regierungen von Bangladesch und Pakistan auf, die jüngsten Vorfälle gründlich zu untersuchen und Maßnahmen zu treffen, damit sich derartige Tragödien nicht wiederholen, was die uneingeschränkte Einhaltung der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften bedarf. Kadenbach fordert ebenso den Europäischen Auswärtigen Dienst auf, dafür zu sorgen, dass EU-Handelsattachés, wenn sie ihre Funktion in den EU-Delegationen wahrnehmen, regelmäßige Schulungen zu den Prinzipien der sozialen Verantwortung der Unternehmen erhalten. "Europa muss in den Handelsbeziehungen mit Drittstaaten darauf achten, dass die Sozialstandards bei der Produktion eingehalten werden", so Kadenbach abschließend. (Schluss) ah/mp

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