Gefahrenquelle Schnee am Dach

Dachlawinen und Schneedruck können große Schäden verursachen. Generali empfiehlt Vorsorgemaßnahmen und informiert über Haftungsfragen.

Wien (OTS) - Die riesigen Schneemassen, die in diesen Tagen in weiten Teilen Österreichs fallen, stellen vielerorts eine große Bedrohung dar.

Vorsorge bei Dachlawinen
Nach gültiger Rechtssprechung ist der Hauseigentümer bei Gefahr des Abgehens von Dachlawinen verpflichtet, vor der straßenseitigen Front seines Gebäudes unverzüglich eine ausreichende Anzahl von Warnstangen aufzustellen und für eine schnelle Räumung des Daches zu sorgen. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, liegt ein Verschulden und damit auch eine Haftung vor. Allerdings reicht es nicht, Warnstangen aufzustellen - die Gefahr selbst muss beseitigt werden. Vielerorts bieten Dachdecker und Spengler diesen Service an, auch Feuerwehren helfen.

Autobesitzer und Passanten: Achtung vor Mitverschulden
Generell empfehlen die Schadenexperten der Generali sowohl Passanten und Autobesitzern als auch Hauseigentümern bzw. den von ihnen beauftragten Hausverwaltern oder Hausbesorgern achtsam zu sein. "Selbst wenn unsere Versicherungen die Schäden decken, kann man sich durch entsprechende Aufmerksamkeit doch einiges an Unannehmlichkeiten ersparen", so Dr. Erik Eybl, Leiter der Schaden/Leistung-Abteilung der Generali, Österreichs größtem Schadenversicherer. Mitunter trifft auch einen Passanten oder Autobesitzer, der durch eine abgehende Dachlawine geschädigt wird, ein Mitverschulden. Eybl: "Wenn man bei entsprechender Aufmerksamkeit die Gefahren hätte erkennen können, kommt ein Mitverschulden in Betracht. Eine Minderung von Schadenersatzforderungen kann die Folge sein." Ein solches Mitverschulden kann insbesondere bei Beschädigungen von parkenden Autos entstehen, wenn diese trotz Dachlawinengefahr gerade dort abgestellt werden, wo bereits von der Straße aus die auf dem Dach lagernden - eventuell sogar überhängenden - Schneemassen erkennbar sind.
Leistungen kann ein Passant oder Autobesitzer im Schadenfall - bei Bestehen einer Versicherung mit entsprechendem Leistungsumfang und geklärter Haftungsfrage - aus der Gebäudeversicherung, Kfz-Kaskoversicherung oder der privaten Unfallversicherung erwarten.

Schäden durch Schneedruck
Die Schneemassen am Dach stellten aber auch eine große Gefahr für das Gebäude selbst dar. Grundsätzlich können Hauseigentümer damit rechnen, dass Schneedruckschäden im Rahmen einer Sturmschadensversicherung versichert sind. Wie bei jeder anderen Risikoversicherung ist der Versicherungsnehmer allerdings verpflichtet, das Risiko zu minimieren und drohende Schäden so weit wie möglich zu verhindern. Eybl: "Das Dach muss wenn möglich von den Schneelasten befreit werden. Wesentlich ist aber auch, das versicherte Gebäude samt Dach ordnungsgemäß in Stand zu halten. Aktive Mithilfe ist in diesem Zusammenhang zumutbar." Die Schneelast auf dem Dach ist regelmäßig zu kontrollieren und im Auge zu behalten. Wenn das Dach bereits undicht ist, muss schnell professionell repariert werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Denn auch bei Folgeschäden besteht die Verpflichtung zur Schadensminimierung.

Was tun im Schadensfall?
Ist trotz aller vorbeugenden Maßnahmen ein Schaden entstanden, soll der Geschädigte seinen Schaden bestmöglich dokumentieren und so rasch wie möglich bei der Versicherung melden. Genaue Adressen- und Datums-/Zeitangabe sind unbedingt erforderlich. Allfällige Zeugen sollten um Namen und Adressen ersucht werden; auch Fotos sind für die Geltendmachung von Schadenersatzforderungen nützlich.

Die Generali Versicherung ist mit einem Marktanteil von 17 Prozent Österreichs größter Schadenversicherer.

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Generali Gruppe Österreich
Josef Hlinka
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