Karlheinz Töchterle: Internationale Forschungstätigkeit ist wesentliches Element der Nachwuchsförderung

Wissenschafts- und Forschungsminister vergibt 21 Marietta Blau-Stipendien an hochqualifizierte Doktoranden

Wien (OTS) - "Gerade für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es wichtig, Erfahrungen in einem internationalen Umfeld zu sammeln und sich mit Kollegen aus anderen Ländern zu vernetzen. Die Forschungstätigkeit im Ausland ist daher ein wesentliches Element der heimischen Nachwuchsförderung", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle anlässlich der diesjährigen Vergabe der Marietta Blau-Stipendien. Im Zuge eines Prüfverfahrens wurden 21 hochqualifizierte Doktorand/innen ausgewählt, deren wissenschaftlicher Auslandsaufenthalt mit Mitteln des BMWF finanziert wird. Für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten erhalten die Stipendiat/innen eine monatliche Unterstützung von 1.200 Euro pro Monat.

"Durch einen längeren gezielten Auslandsaufenthalt ermöglichen wir jungen Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen neue Perspektiven in ihrem Forschungsfeld, wertvolle persönliche Erfahrungen und einen Zugang zu internationalen Netzwerken, von denen sie in ihrer weiteren beruflichen Laufbahn profitieren können. Neben der Qualität der wissenschaftlichen Arbeiten fördern wir außerdem die individuellen Entfaltungsmöglichkeiten unserer jungen Forschenden", führt der Wissenschaftsminister weiter aus. Das Marietta Blau-Stipendium wird seit 2010 durch den Österreichischen Austauschdienst OeAD im Auftrag und mit Mitteln des BMWF vergeben. Zielgruppe sind hochqualifizierte Doktorand/innen oder PhD-Studierende, die höchstens sechs Semester an einer österreichischen Universität inskribiert sind und einen Forschungsaufenthalt im Ausland anstreben. Bisher sind 86 Doktorand/innen mit Hilfe eines Marietta Blau-Stipendiums ins Ausland gegangen. Der nächste Einreichtermin ist der 1. Februar 2013.

Über das Marietta Blau-Stipendium:
Dr. Marietta Blau (29.4.1894 - 27.1.1970) studierte an der Universität Wien Physik und Mathematik. Bis 1938 arbeitete sie als freie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und absolvierte Forschungsaufenthalte in Deutschland und Frankreich. Als sie vor dem Nationalsozialismus flüchten musste, ging sie zunächst nach Oslo. Albert Einstein vermittelte sie wenig später an die Technische Hochschule in Mexiko-Stadt, von wo sie 1944 in die USA übersiedelte. 1960 kehrte Marietta Blau nach Wien zurück und erhielt 1962 den Erwin Schrödinger-Preis. Ihr ganzes Leben widmete diese hochbegabte österreichische Wissenschaftlerin der Spitzenforschung, in Summe wurde sie drei Mal für den Nobelpreis vorgeschlagen. Durch dieses Stipendienprogramm soll auch Marietta Blau für ihre herausragenden wissenschaftlichen Verdienste und Leistungen geehrt werden.

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