FPÖ-Mölzer: Vor Einsatz ist zu klären, um welche europäische Interessen es in Mali geht

Mali-Konflikt zeigt auch Uneinigkeit in Außen- und Sicherheitspolitik der EU - Geht es nur um Bekämpfung von Islamisten oder auch um Sicherung von Bodenschätzen?

Wien (OTS) - Wenn die EU-Außenminister bei ihrem heutigen Sondertreffen in Brüssel die Entsendung einer Ausbildermission in den westafrikanischen Krisenstaat Mali beschließen, dann sei zuerst eine Reihe von offenen Fragen zu klären, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Immerhin besteht die Gefahr, dass die EU in Mali in einen länger andauernden Konflikt hineingezogen wird", fügte Mölzer hinzu.

Insbesondere müsse geklärt werden, welche europäischen Interessen in Mali überhaupt verteidigt werden sollen, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Dass Paris in dem westafrikanischen Land militärisch interveniert, ist noch nachvollziehbar, weil es sich um ein ehemaliges französisches Kolonialgebiet handelt. Wenn nun aber die EU militärische Ausbilder nach Mali entsenden will, ist nach wie vor unklar, ob es sich nicht um Hilfsdienste für Frankreich handelt. Und wenn ein Land, in diesem Fall Frankreich, vorprescht, dann zeigt dies zudem, wie es um die Einigkeit in der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik bestellt ist", betonte Mölzer.

Zudem forderte der freiheitliche Europaabgeordnete, dass die Beweggründe für den Mali-Einsatz auf den Tisch gelegt werden müssten. "Ob tatsächlich nur Islamisten bekämpft werden sollen, ist zweifelhaft, zumal Mali reiche Gold- und Uranvorkommen hat. Deshalb haben die Europäer ein Recht darauf zu erfahren, ob in Mali nicht auch Bodenschätze gesichert werden sollen", schloss Mölzer.

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