Strache zu Schönborn-Kritik: Auch ein Hirte soll den Pfad seiner Herde nicht verlassen!

Nicht der Klerus bestimmt über Recht oder Unrecht im Diesseits - dafür gibt es die weltliche Bundesgesetzgebung und die unabhängige Gerichtsbarkeit!

Wien (OTS/fpd) - Die von Kardinal Schönborn geäußerte Kritik an den Inseraten der Wiener FPÖ bezüglich des laufend stattfindenden Asylbetrugs unter dem wachen und offenbar wohlwollenden Auge des Kardinals wird in aller Schärfe zurückgewiesen. Er, Schönborn, wäre gut beraten sich seiner Schäfchen in Wien anzunehmen und nicht - wie in der jüngsten Vergangenheit - weitreichende innerkirchliche Entscheidungen gegen die Interessen seiner eigenen Erzdiözese zu treffen. Asylbetrug ist gemäß § 146 ff StGB selbstverständlich ein Verbrechen und hier könne auch nicht der Klerus seinen Interpretationen freien Lauf lassen. Dafür gibt es im Diesseits die Bundesgesetzgebung und die Justiz, so heute der Obmann der Wiener FPÖ, NAbg. Heinz-Christian Strache in einer Reaktion auf die jüngsten Aussagen von Kardinal Christoph Schönborn.

Er, Strache, würde sich selbst nicht anmaßen, über die innerkirchlichen Entscheidungen des Kardinals, die im letzten Jahr durchaus für kontroverse Diskussionen gesorgt haben, zu urteilen. Klug wäre es jedoch, wenn auch der Hirte den Pfad seiner Herde nicht verlassen würde. Gerade in der aktuellen Debatte spiele die Diözese eine höchst unglückliche Rolle, zumal die Demonstranten in der Votivkirche mit ihrem vorgespielten Hungerstreik, mit den Verbalerpressungen und den offen zur Schau gestellten Rechtsbrüchen sämtliche Angebote zur Lösung des Konflikts ausgeschlagen haben. Anstatt das Gotteshaus seinen Gläubigen zu Verfügung zu stellen, schaut der Kardinal diesem schändlichen Treiben zu und hat offenbar auch kein Problem damit, wenn rechtskräftig abgelehnte Asylwerber, die in einer Moschee oder in Schubhaft weit besser aufgehoben wären, ihre Notdurft in der Votivkirche verrichten, so Strache.

Es bleibe zu hoffen, dass sich der Kardinal in seiner Kritik nicht durch persönliche Sympathien oder Antipathien leiten lässt, sondern gemäß seinen eigenen Glaubensgrundsätzen auch immer die Rechtsstaatlichkeit im Auge behält. Leider verfolgte aber gerade die Erzdiözese Wien in den vergangenen Jahrzehnten einen Weg, der oftmals Zweifel daran lässt, ob man hier wirklich rein die Interessen der römisch-katholischen Kirche im Auge hat. Manchmal, so Strache abschließend, wünscht man sich wirklich Hirten, die sich auch mit den Problemen der Schäfchen im eigenen Stall auseinander setzen. (Schluss)

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