WKÖ-Vize RfW-BO Amann zu Inflation: Regierung muss Gegenmaßnahmen setzen und bei Belastungen "Notbremse" ziehen

Die Steuerprogression müsse an die Inflation angepasst werden, der Eingangssteuersatz auf 25 Prozent gesenkt und die Grenze für den Höchststeuersatz auf 100.000 Euro angehoben.

Wien (OTS) - "Die Teuerungsrate und die enorme Steuerlast in Österreich werden die für die Wirtschaft notwendige Kaufkraft im Land und für die Beschäftigten ein Einkommen für ein notwendiges Auskommen vernichten! Die Finanzministerin muss endlich gegensteuern, unter anderem mit der Senkung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent und der Anpassung der Steuerprogression an die Teuerungsrate", so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann in Zusammenhang mit den von der Statistik Austria veröffentlichten Daten zur Inflation.

Im Dezember vergangenen Jahres habe die Teuerungsrate laut Statistik Austria satte 2,8 Prozent betragen, im Gesamtjahr sei die Inflation bei 2,4 Prozent gelegen und damit klar über dem durchschnittlichen Wert der Jahre 2001 bis 2010 von zwei Prozent. Die Steuer-und Abgabenquote in Österreich "suche ihresgleichen" und steuere durch das aktuelle "Schröpfpaket" auf 46 Prozent zu. "Einem Arbeitnehmer bleibt im Schnitt von einer Drei-Prozent-Lohnerhöhung nicht einmal ein Drittel. Welche Auswirkungen das bereits mittelfristig auf die Kaufkraft und damit auf die Wirtschaftskraft haben wird, kann man sich vorstellen", so Amann. Er fordert daher erneut Gegenmaßnahmen wie die Senkung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent, die Anhebung der Bemessungsgrundlage für die Anwendung des Höchststeuersatzes von 60.000 auf 100.000 Euro und die jährliche Indexierung der Steuerbemessungsgrundlagen.

"Wenn die SPÖVP-Regierung nicht bald die Notbremse bei den Belastungen zieht, dann wird es auch bald vorbei sein mit sprudelnden Steuereinnahmen - und wie saniert die Frau Finanzministerin dann ihr Budget? Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das wohl nicht durch ausgabenseitige Reformen passieren wird, da lässt die Regierung nämlich bis zu zehn Milliarden an Einsparungspotential jährlich brach liegen, Reformpapiere von Experten verstauben in den Schubladen", so Amann.

Rückfragen & Kontakt:

RfW Österreich
Tel.: 01 / 408 25 20
http://www.rfw.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | RFW0002