Wallner: "Keine Experimente mit Vorarlbergs Sicherheit"

Landeshauptmann machte sich bei Rekruten-Angelobung für Beibehaltung der Wehrpflicht stark

Götzis (OTS/VLK) - Vor dem Hintergrund der anstehenden Volksbefragung zur Wehrpflicht an diesem Sonntag hat sich Landeshauptmann Markus Wallner heute, Mittwoch (16. Jänner), im Beisein von Vizekanzler Michael Spindelegger ein weiteres Mal vehement für die Beibehaltung des bisherigen Systems stark gemacht. Der Berufsheervorschlag berge zu viele Risiken und Ungewissheiten, erneuerte der Landeshauptmann bei der Angelobung von 126 Rekruten in Götzis seine Kritik. "Unsere Sicherheit ist zu kostbar für riskante Experimente. Das bestehende Modell hat sich aus Vorarlberger Sicht bestens bewährt, wie sich in der Vergangenheit mehrmals eindrücklich gezeigt hat", bekräftigte Wallner.

Die bei uns im Land stationierten Militäreinheiten sind ein wichtiger Bestandteil der Vorarlberger Sicherheitsarchitektur, gab der Landeshauptmann zu bedenken. Wallner zeigte sich sehr skeptisch über Darabos Aussagen, die Kasernen in Vorarlberg bei einer Umstellung auf ein Berufsheer aufrecht zu erhalten. Schon bei früheren Reformüberlegungen habe man angedacht, das Militärkommando in Vorarlberg aufzulösen. Bei einer Verringerung der Mannschaftsstärke, die das Darabos-Modell ja vorsehe, sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Standorte im Ländle in Zweifel gezogen werden. Rasche Unterstützung im Falle von Krisen- und Katastrophensituationen wäre dann nicht mehr gewährleistet, so Wallner: "Speziell Vorarlberg mit seinen ländlichen Regionen braucht im Ernstfall genügend einsatzbereite Kräfte, die sich vor Ort auskennen und imstande sind, kompetent Hilfe und Schutz zu leisten". Vorarlberg soll, wenn es schnell gehen muss, nicht zu einem Bittsteller in Wien werden müssen, fand der Landeshauptmann klare Worte.

Zugleich betonte Wallner bei der Angelobung die große Bedeutung des Zivildienstes, der sich zu einer wichtigen Stütze im Sozialbereich entwickelt habe. Ein Fall der Wehrpflicht bedeute auch das Aus für den Zivildienst. "Viele Organisationen sind auf die Arbeit der Zivildiener angewiesen, um ihren Leistungsumfang in der derzeitigen Qualität aufrechterhalten zu können", so Wallner. Sehr viele Zivildiener bleiben nach Ende ihres Dienstes zudem für jene Organisationen freiwillig engagiert, für die sie zuvor gearbeitet haben. Auf diese Weise erhalte das ehrenamtliche Wirken in Vorarlberg einen konstanten Zulauf an Nachwuchs, was für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung von enormer Bedeutung sei, so der Landeshauptmann.

Seine Ausführungen schloss Wallner mit dem Appell an die Vorarlberger Stimmberechtigten, an der "für das Land richtungsweisenden Befragung" teilzunehmen.

Feierliche Angelobung

Im Rahmen des Festakts am Volksschulplatz in Götzis haben am Mittwoch 126 Rekruten, die im Militärkommando in Bregenz und beim Jägerbataillon 23 in Bludesch ihre allgemeine Basisausbildung absolvieren, den Treueeid auf die Republik Österreich geleistet. Musikalisch umrahmt wurden die Feierlichkeiten von der Militärmusik Vorarlberg.

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