Schultes: Viele Mängel an Daten und Untersuchungen zur Bienengesundheit von EFSA bestätigt

Zu viele Datenlücken und Unebenheiten in Material und Untersuchungen machen EFSA konkrete Bewertung kritisierter Pflanzenschutzmittel unmöglich

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Europäische Kommission wurde damit betraut, Risiken für Bienen zu bewerten, die in einem möglichen Zusammenhang mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stehen könnten. In einigen Fällen konnte die EFSA (European Food Safety Authority) die Untersuchungen aufgrund unzureichender und mangelhafter Daten nicht beenden. Wo die Untersuchungen abgeschlossen werden konnten, hat die EFSA in Zusammenarbeit mit Wissenschaftern der EU Mitgliedsländer keine konkreten Schlüsse ziehen können, sondern konnte wiederum nur ein potentielles Risiko nicht ausschließen. Darüber hinaus basieren Bewertungen auf Kriterien, welche von der EFSA erst Anfang 2012 festgelegt wurden. Diese sind noch nicht allgemein anerkannt. Bis jetzt gültige und validierte Risikobewertungen (z.B. Richtlinie EPPO 170) wurden nicht beachtet.

"Bereits umgesetzte risikomindernde Maßnahmen, verbesserte Beizqualität und risikomindernde Sätechnik wurden durch EFSA zwar prinzipiell anerkannt, aber in der Risikobewertung nicht berücksichtigt. Gerade in Österreich wurden seit 2009 umfassende Maßnahmen hinsichtlich Verbesserung und Sicherung der Beizqualität, Auflagen zur Aussaat und die Umrüstung von Sägeräten flächendeckend umgesetzt. Die Wirksamkeit ist erwiesen. Diese neuen Maßnahmen der sachgerechten Anwendung werden in der EFSA Risikobewertung nicht berücksichtigt", führte ÖVP-Umweltsprecher Abg. Hermann Schultes heute, Mittwoch, zum EFSA Bericht aus.

"Angesichts der Wichtigkeit der Bienen im Ökosystem und in der Nahrungskette und der unterschiedlichen Dienste, die sie Menschen leisten, ist ihr Schutz wesentlich. Schutz und Sicherheit für die Gesundheit der Bienen wird aber nur gewährleistet sein, wenn Maßnahmen gesetzt und ergriffen werden, die Varroabefall und sonstige Bienenkrankheiten oder Virosen besser kontrollieren. Die Forschung ist zu intensivieren, die Datenerhebung hat transparent und nachvollziehbar zu erfolgen, damit Unebenheiten und Lücken in Untersuchungen geschlossen werden, in der Landwirtschaft, wie auch bei den Imkern. Ökonomische Schäden die durch Schad-Insekten in den landwirtschaftlichen Kulturen verursacht werden, und vertretbare Strategien, die mit minimiertem Risiko Bedrohungen gut abdecken, sind in einer auch andere Fragestellungen umfassenden Bewertung durch die EFSA dringend einzufordern. Eine umfassende Güterabwägung ist anzuschließen", schloss Schultes.
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