AKNÖ-Konsumentenschutz erkämpfte 2012 über 1,1 Millionen Euro

Spitzenreiter: Finanzen und Telefonie. Weniger Beschwerden wegen Internetabzocke.

Wien (OTS/AKNÖ) - Mehr als 1,1 Millionen Euro hat der AKNÖ-Konsumentenschutz im Vorjahr für die NiederösterreicherInnen erkämpft. Die größten Probleme gab es rund um Telefonie und Finanzdienstleistungen. Wegen der klassischen Internetabzocke gab es 2012 weniger Anfragen. Diese betrafen vor allem den Bereich Online-Shopping. Für 2013 plant die AKNÖ verstärkte Aufklärungsarbeit rund um Spar-, Anlage- und Vorsorgeprodukte.

1.112.967 Euro - diesen Betrag haben die AKNÖ-KonsumentenberaterInnen für Niederösterreichs KonsumentInnen im Vorjahr gesichert. Für 1.307 NiederösterreicherInnen mussten die AKNÖ-ExpertInnen bei Firmen intervenieren, weil diese nicht bereit waren, auf berechtigte Anliegen zu reagieren. In fünf Fällen unterstützte die AKNÖ ihre Mitglieder vor Gericht. 35.458 KonsumentInnen aus Niederösterreich haben sich über die Hotline der KonsumentenberaterInnen telefonisch beraten lassen. In 8.797 Fällen war ein persönliches Gespräch nötig, um eine Lösung zu finden.

Finanzdienstleistungen bleiben Dauerbrenner

3.920 KonsumentInnen haben sich im Jahr 2012 mit Fragen wegen laufender Bank- und Finanzgeschäfte an die ExpertInnen der AKNÖ gewandt. Dabei ging es hauptsächlich um Kredite und Veranlagungen. "In vergangenen Jahr sind wir vor allem mit unseriösen Anboten für Finanzanlagen oder für vermeintlich günstige Kredite, die sich später jedoch als teure Finanzberatungsverträge erweisen, konfrontiert worden", stellt Herwig Rezek, Leiter der AKNÖ-Konsumentenberatung fest. Außerdem sorgten Fremdwährungskredite aufgrund von Konvertierungsangeboten der Banken und der schlechten Leistung der zumeist fondsgebundenen Tilgungsträger bei vielen NiederösterreicherInnen für Kopfzerbrechen und bei den KonsumentenberaterInnen für Arbeit.

Handy & Co: Weniger Anfragen wegen Datendiensten

Mit Fragen aus dem Bereich der Telefonie haben sich 3.758 NiederösterreicherInnen an die AKNÖ gewandt. Im Vordergrund standen dabei Beschwerden wegen überhöhter Handyrechungen und ungebetener Werbeanrufe, dem sogenannten Cold Calling. "Die mit 1. Mai 2012 in Kraft getretene Kostenbeschränkungsverordnung bei Datendiensten hat Wirkung gezeigt. Wir hatten im zweiten Halbjahr eine Verringerung der Anfragen zu dieser Problematik", weiß Rezek auch Positives zu berichten. Dennoch, so Rezek, sollte die Kostenbeschränkungsverordnung in Zukunft auch auf die Sprach- und SMS-Dienste ausgedehnt werden. Vor allem Jugendliche sind davon betroffen, dass diese im Paket billig sind, jedoch bei Überschreitung der vereinbarten Limits sehr teuer werden.

Werbefahrten-Datenbank großer Erfolg

2.879 KonsumentInnen wollten von der AKNÖ Auskunft zum Thema Werbefahrten. Darüber hinaus wurde die in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK), der AK Wien, dem Land NÖ und dem Land Burgenland betriebene Werbefahrten-Datenbank 41.290 Mal aufgerufen. Die Datenbank gibt Auskunft und warnt vor aktuellen Werbefahrten, bei denen KonsumentInnen überteuerte Produkte verkauft werden. Sie ist unter www.haendewegvonwerbefahrten.at abrufbar.

Anfragen rund ums Internet gesunken

Erfreulich ist der Rückgang der Anfragen rund um die klassiche Internetabzocke. Wandten sich vor zwei Jahren noch über 5.000 NiederösterreicherInnen mit Internet-Problemen an die AKNÖ, so sind es heuer nur noch 1.378 gewesen. "Wir vermuten hinter dem Rückgang der Anfragen einerseits eine durch verstärkte Medienberichterstattung gestiegene Wachsamkeit der Konsumentinnen und Konsumenten. Andererseits hat die AK auch mit Musterverfahren gegen unseriöse Website-Anbieter dazu beigetragen, die klassische Internetabzocke einzudämmen", erklärt Rezek. Den Schwerpunkt der Anfragen bildeten 2012 deshalb Probleme beim Online-Shopping. Die KonsumentInnen plagten vor allem Probleme mit bezahlter Ware, die nicht geliefert wurde, Probleme beim Rücktritt vom Onlinekauf, aber auch Abo-Fallen, die sich in Gratis-Apps für Smartphones oder Tablets verstecken.

Schwerpunkt 2013: Sparen, Anlegen, Vorsorgen

"Im Jahr 2013 wird die AKNÖ die Aufklärungsarbeit rund um das Thema Spar-, Anlage- und Vorsorgeprodukte verstärken", kündigte AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth an. Erfahrungen zeigen, dass viele KonsumentInnen verunsichert sind, wenn es um die Wahl des richtigen Spar- oder Vorsorgeprodukts geht. So sind Lebensversicherungen keine Sparprodukte und Aktien keine passenden Vorsorgeprodukte. Dennoch suchen sich KonsumentInnen für ihre Vorhaben sehr oft das falsche Produkt aus.

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Mag. Jugoslav Krminac, MAS
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