"Am Schauplatz"-Familie startet an neuem Sendeplatz

"Am Schauplatz Gericht: Wahrheit und Video" am 17. Jänner um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die "Am Schauplatz"-/"Am Schauplatz Gericht"-Reportagen gehören zu den beliebtesten Marken des ORF. Ab dem 17. Jänner 2013 werden die zwei Erfolgsformate an einem neuen Sendetermin (Donnerstag, 21.05 Uhr in ORF 2) zusammengefasst und künftig von Peter Resetarits als einziger Moderationspersönlichkeit getragen. Neben einer 35-minütigen Hauptreportage soll es dabei noch ein zehnminütiges "Nachgefragt" geben, in dem besonders brisante oder berührende Fälle weiterverfolgt werden. "Ein Fall für Resetarits" geht in "Am Schauplatz Gericht" auf, das sich im Anlassfall auch monothematisch präsentiert.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner erwartet sich von der Zusammenfassung der Sendungen "eine höhere Wiedererkennung und Programmkontinuität, ganz in Sinne des Publikums. Wir stärken damit unsere Stärken: Peter Resetarits steht für hochkarätige Reportagen, die hautnah an den Lebenswelten der Österreicherinnen und Österreicher dran sind, ohne dabei in den Voyeurismus zu kippen."

"Unser Publikum soll sich darauf verlassen können: Jede Woche sehe ich hier spannende, interessante, unglaubliche Geschichten. Eine Marke, ein Moderator, starke Autorinnen und Autoren bürgen dafür", so Magazine-Chefredakteurin Waltraud Langer zum neuen Sendeplatz des seit 17 Jahren bestehenden Erfolgsformats.

"Am Schauplatz Gericht: Wahrheit und Video", Donnerstag, 17. Jänner, 21.05 Uhr, ORF 2

Fast jedes Handy hat eine Kamera eingebaut, Überwachungssysteme kann man in jedem Baumarkt günstig kaufen. Es ist logisch, dass heutzutage bei Gericht Videos als Beweismittel eine große Rolle spielen. Doch ist es erlaubt, den Nachbarn heimlich zu filmen? Lässt das Gericht solche Beweise zu?
Peter Resetarits, Maria Zweckmayr und Ludwig Gantner beantworten diese Fragen und haben drei spannende Fälle rund um Videobeweise mit der ORF-Kamera begleitet.

Die Wiener Pensionisten Herr und Frau K. haben Probleme mit einem schwierigen Nachbarn: Der sehbehinderte Herr B. attackiert sie mit dem Blindenstock, beschmiert und zerkratzt fremde Autos und lässt den Blindenhund auf Frau K. los. Der Grund für die Aggression: Er beschuldigt die Pensionisten allen Ernstes, sie würden gefährliche Strahlen auf sein Grundstück senden, die alles kaputt machen. Die Polizei würde gegen einen Sehbehinderten nicht einschreiten, beklagen Herr und Frau K. Sie wehren sich jetzt mit einer Zivilklage. Um zu beweisen, dass sich Herr B. immer wieder an ihrem Auto zu schaffen macht, haben sie eine Überwachungskamera installiert. Und die Falle schnappte zu: Der Nachbar wurde öfters dabei gefilmt, wie er eine stinkende, ölige Substanz über die Windschutzscheibe schüttete. Groß war die Bestürzung, als die beiden erfuhren, dass die Videoaufnahmen aus Datenschutzgründen möglicherweise illegal sind.

Die Pensionistin Frau S. ist seit 1989 Hauptmieterin einer Wohnung in Wien. Der Hausherr möchte sie und ihren Mann wegen der niedrigen Miete loswerden und hat sie gerichtlich gekündigt. Das Ehepaar würde die Wohnung nur wenig benutzen und die meiste Zeit im Zweitwohnsitz in Niederösterreich verbringen. Um das zu beweisen, beauftragte er ein Detektivbüro und ließ eine kleine Kamera mit Bewegungssensor im Stiegenhaus montieren. Herr und Frau S. wurden monatelang beim Betreten und Verlassen der Wohnung gefilmt und alles wurde vom Detektiv ausgewertet und protokolliert. Das wollen die beiden nicht und haben auf Unterlassung geklagt.

Eine andere Art von Videobeweis steht im Zentrum eines tragischen Falles, den wir seit Jahren mit der Kamera begleiten. Mittels grafischer Computeranimationen versucht man herauszufinden, was in den Morgenstunden des 7. Oktober 2010 tatsächlich passiert ist. Der 36-jährige Familienvater Siegfried P. kam damals mit seinem Motorrad zu Sturz und starb. Zwei Polizisten standen unter Verdacht, an dem Unfall schuld zu sein. Sie wären ohne auf den Vorrang des Motorradfahrers zu achten in seine Fahrspur eingefahren. Erste Hilfe hätten sie auch nicht geleistet, heißt es. Die Polizisten sagen, sie hätten mit dem Sturz nichts zu tun gehabt. Herr P. sei ohne Fremdeinwirkung gestürzt. Ein Gutachter stützte damals mittels einer Videoanimation die Version der Beamten.
Doch die Lebensgefährtin des Verstorbenen will das nicht glauben. Sie hat selbst recherchiert und herausgefunden, dass vieles nicht zusammenpasst. Nun liegt ein weiteres Sachverständigengutachten vor, das die Aussage der Polizisten erheblich in Frage stellt.

"Am Schauplatz Gericht" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Videoplattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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