FPÖ-Neubauer: Kommt Berufsheer, kommen die finanziellen Glücksritter aus Ost-Europa!

Kommunikationsschwierigkeiten in Senioren- und Pflegeheimen bald an der Tagesordnung?

Wien (OTS) - Der Sozialbereich gestaltet sich sehr sensibel, weil wir es hier mit Menschen in besonderen Lebens-Situationen zu tun haben. Menschen die der Hilfe bedürfen oder pflegebedürftig sind und Hilfeleistungen zur Bewältigung des Alltags benötigen. Besonders viel Einfühlungsvermögen wird Menschen abverlangt, die im Bereich der Altenpflege, wie etwa in Senioren- und Pflegeheimen, tätig sind. "Hier ist es für die Lebensqualität der älteren Menschen besonders wichtig, ein Vertrauensverhältnis aufbauen zu können. Die vertraute Sprache dient gerade in diesem Umfeld als "vertrauensbildend" und stellt einen wesentlichen Bestandteil bei Therapie und Betreuung dar, so der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer

"Mit dem von Bundesminister Darabos vorgestellten Modell eines 'Freiwilligen Zivildienstes' könnten wir uns bald mit einer Situation konfrontiert sehen, dass sich 'Glücksritter' aus dem Osten vom Zivildienst nach Österreich gezogen fühlen", so Neubauer anlässlich der aktuellen Debatte "Wehrpflicht oder Berufsheer".

"Der Zivildienst im Rahmen der Wehrpflicht umfasst gewöhnlich Tätigkeiten im sozialen Umfeld, wie in Krankenhäusern oder beim Krankentransport, in Altenheimen und beim Rettungsdienst. Geht es nun nach den Wünschen von Verteidigungsminister Darabos und Sozialminister Hundstorfer wird es diese Zivildiener mit der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht nicht mehr geben und sollen diese sozialen Tätigkeiten im Rahmen eines freiwilligen Sozialjahres ausgeführt werden. Damit wird dem weiteren Missbrauch unseres Sozialsystems Tür und Tor geöffnet".

Neubauer weist darauf hin, dass das freiwillige Sozialjahr, dank des freien Arbeitsmarktes, nicht nur von österreichischen Staatsbürgern in Anspruch genommen werden kann, sondern, entgegen anderslautender Beteuerungen des Sozialministers, auch von anderen EU-Bürgern.

"Hundstorfer und seine Genossen haben die freiheitliche Forderung einer Verlängerung der Sperre des Zugangs zum heimischen Arbeitsmarkt für Staatsbürger aus den 'neuen' EU-Mitgliedsländern abgelehnt. Für Arbeiter aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn, sowie ab 2014 auch Rumänien und Bulgarien stellt das geplante Zivi-Sozialjahr nun ein besonders lukratives Angebot dar. 1.400,- Euro, 14 Mal ausgezahlt, ein Lohn, der ein Vielfaches dessen beträgt, was man in diesen Ländern für eine gleichwertige Tätigkeit erhält, wird für viele Menschen aus diesen Ländern ein verlockendes Angebot darstellen", stellte Neubauer fest.

Zusätzlich lockt noch die soziale Hängematte in Form von Arbeitslosengeld und Mindestsicherung, in die sie sich anschließend fallen lassen können. "Ich möchte nicht, dass Arbeits- und Sozialmigranten, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, unsere Senioren in den verschiedenen Bereichen der Einsatzbereiche unseres Sozialsystems betreuen. Nur das bewährte System der allgemeinen Wehrpflicht mit seinen Zivildienern sichert die Aufrechterhaltung des aktuellen hohen Standards im Sozialbereich und schützt unser Sozialsystem vor weiterem Missbrauch", so Neubauer abschließend.

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