Stadler enttäuscht über Faymann-Rede: "Kopfwäsche fand nicht statt!"

Brüssel (OTS) - Der EU-Abgeordnete Ewald Stadler zeigte sich äußerst enttäuscht über die Rede des österreichischen Bundeskanzlers im EU-Parlament: "Faymann wollte dem britischen Premier doch den Kopf waschen, aber dieses Versprechen hat er gebrochen. Der Bundeskanzler entpuppte sich als ökonomischer Gesundbeter", meint Stadler. "Fiskalesoteriker" habe das EU-Parlament mehr als genug. "Für diese Rede hätte der Bundeskanzler nicht die Republik Österreich verlassen müssen." ärgert sich der BZÖ-Politiker vor allem auf Faymanns Verdrehung der Tatsachen. Besser wäre es, er würde in Wien der österreichischen Finanzministerin Fekter erklären, dass die Krise noch längst nicht gelöst ist, erklärt Stadler.

"Die Politik die Faymann so sehr in seiner Rede lobt, sei folgende:
- Verlagerung der Schulden nicht nur auf den jetzt lebenden Steuerzahler, sondern auch auf zukünftige Generationen,
- Verlagerung des Haftungsrisikos von den Spekulanten auf jene Länder mit positiver Leistungsbilanz,
- Vergemeinschaftung der Schulden in Richtung Fiskalsozialismus,
- schwachbrüstige Bankenunion ohne den Finanzsektor und die Spekulanten zu erfassen,
- Rekordarbeitslosigkeit in den Mitgliedstaaten durchschnittlich über einem Viertel, bei der Jugend über die Hälfte,
- kaum nennenswertes Wirtschaftswachstum, in einzelnen Ländern sogar Schrumpfen der Wirtschaft,
- Massenverarmung,
- trotz Milliardentransfers seit Jahrzehnten keine wirtschaftliche Strukturänderung und kein Zugewinn an Stabilität,
- keine Budgetsanierung.
"Die Regierungen haben lediglich Zeit gekauft, um den Crash hinauszuzögern, der Crash wird aber kommen, dafür umso heftiger. Das nennt man ökonomisches Voodoo." warnt Stadler.

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