Bildungsbericht: AKNÖ begrüßt Debatte um Sprachförderung

AKNÖ-Wieser: "Kindgerechte Konzepte liegen vor: Verschränkte Ganztagsschule und zweites Kindergartenjahr"

Wien (OTS/AKNÖ) - Die AKNÖ begrüßt, dass der Nationale Bildungsbericht eine Debatte um eine zeitgemäße Sprachförderung für Kinder ausgelöst hat. Mit dem kostenlosen zweiten Kindergartenjahr und einer flächendeckenden verschränkten Ganztagsschule würden zwei kindgerechte Konzepte vorliegen, sagt AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser.

"Der Nationale Bildungsbericht zeigt: Das Erlernen der deutschen Sprache und ausreichender Lesekompetenzen funktioniert an Österreichs Schulen nicht so gut, wie erhofft. Und zwar unabhängig von der Muttersprache", kommentiert AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner den Bericht. "Dabei kommt einer qualitätsvollen Sprachförderung durch die gesellschaftlichen Veränderungen eine immer bedeutendere Rolle zu."

Der Bildungsexperte plädiert dafür, Kinder möglichst früh zu fördern - und ihnen diese Förderung während ihrer gesamten Bildungskarriere zukommen zu lassen. "Wichtig dafür ist ein zweites kostenloses Kindergartenjahr, das für alle Kinder verpflichtend sein soll", sagt Kastner. "Das ermöglicht eine fundierte Förderung und gibt mehr Zeit, um vor allem Kinder aus sozial schlechter gestellten Familien gut auf die Schule vorzubereiten." Wichtig wäre auch ein flächendeckendes Angebot an verschränkten Ganztagsschulen, die ebenfalls kostenlos sein sollen. "In der gewonnenen Zeit können die Talente unserer SchülerInnen optimal gefördert werden, und es bleibt ausreichend Raum zum Üben, Wiederholen sowie für Erholung, Sport und Freizeitaktivitäten."

AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser bezeichnet die AKNÖ-Modelle als "kindgerecht und zeitgemäß. Sie tragen den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen Rechnung: Einerseits ermöglichen sie vor allem Kindern aus sozial benachteiligten Familien bessere Bildungschancen. Davon haben alle etwas. Jeder Euro, der in frühkindliche Entwicklung investiert wird, kommt später doppelt zurück. Und andererseits sind unsere Konzepte ein Beitrag, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen. Das kommt vor allem den ArbeitnehmerInnen zugute."

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