FP-Heinreichsberger: Prokop verweigert Umsetzung der Gedenktafel für Missbrauchsopfer am Wilhelminenberg

FPÖ fordert, Antrag in nächster Bezirksvertretungssitzung abzustimmen

Wien (OTS/fpd) - Bereits am 19. April 2012 habe die Bezirksratsfraktion der FPÖ-Ottakring erstmals den Antrag auf Errichtung einer Gedenktafel für die Opfer des Kinderheims Wilhelminenberg eingebracht. Den dort untergebrachten Schützlingen sei unglaubliches Leid widerfahren, Gewalt und Missbrauch standen an (auf?) der Tagesordnung. Dies sei auch durch den Abschlussbericht der Historikerkommission bereits seit letztem Jahr belegt. Trotzdem weigere sich SPÖ-Bezirksvorsteher Prokop weiterhin eisern, den Antrag zu diesem Denkmal, das wohl das Mindeste und zumindest ein Ansatz des Wiedergutmachens sei, abstimmen zu lassen, kritisiert heute der Klubobmann der FPÖ-Ottakring, Mag. Georg Heinreichsberger, bezugnehmend auf das heutige Interview des Leiters der mit Wiens Kinderheimen befassten Historikerkommission, Reinhard Sieder.

Bereits zwei Mal wurde der Antrag in der Bezirksvertretung eingebracht, zwei Mal wurde er, trotz Verlangens auf sofortige Abstimmung, der Kommission für Allgemeine Angelegenheiten zugewiesen, um dort beide Male von Rot und Grün zurückgestellt zu werden. Die Begründung fiel überaus einfältig aus. Man warte auf die Studie der Historikerkommission, die angeblich noch nicht da sei oder zuerst müsse mit anderen Einrichtungen die Ausgestaltung der Gedenktafel abgestimmt werden. Auch Beweise der FPÖ durch diverse Artikel, in denen klar hervorkomme, dass der Bericht erstens längst fertiggestellt sei und zweitens SPÖ-Bürgermeister Häupl einer Gedenktafel durchaus positiv gegenüberstehe, ließ Prokop nicht gelten und verweigerte weiter die Abstimmung in der Bezirksvertretung.

Die Stadt Wien muss einen Gedenkstein mit Gedenktafel - in entsprechender Höhe und gut sichtbar - beim Schloss Wilhelminenberg, stellvertretend für die zahlreichen Kinder- und Jugendheime des roten Wiens, errichten, der auf den über viele Jahrzehnte schrecklichen und systematischen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in diesen verweist, verlangt Heinreichsberger und kündigt an, seine Forderung nach einer Beschlussfassung in der nächsten Bezirksvertretungssitzung abermals zu stellen.

Nachdem jetzt sogar das Buch zur bereits 2012 fertiggestellten Studie vor der Veröffentlichung stehe, könne Prokop nicht mehr mit billigen Ausreden davonkommen. "Wenn der Bezirksvorsteher weiterhin auf die Verzögerungstaktik setzt und den hunderten Missbrauchten kein Denkmal zugestehen will, so wirft das ein höchst eigenartiges Licht auf ihn. Als Obmann der Wiener Kinderfreunde sollte die Gedenktafel für ihn "eine conditio sine qua non" für die Aufarbeitung der schrecklichen Verbrechen an Kindern sein. Auch wenn es der SPÖ noch so unangenehm ist, dass es gerade die städtischen Heime unter ihrer Alleinregierung waren, wo Kinder jahrzehntelang grausamst misshandelt und vergewaltigt wurden, werden wir nicht zulassen, dass hier weiter vertuscht und verzögert wird", betont Heinreichsberger abschließend. (Schluss) hn

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