JG NÖ: Wollen wir Solidarität erzwingen - oder leben?

JG-Scheiblauer: Der Solidaritätsgedanke wird nicht durch einen Zwangsdienst gefördert, sondern lediglich durch die freie Entscheidung Gutes verrichten zu wollen offenkundig

St. Pölten (OTS) - Albert Scheiblauer, gf. Landesvorsitzender der JG NÖ: "Was bitte versteht die ÖVP unter "Solidarität" und "Dienst am Staat in Bezug auf die Heeresdebatte. Solidarität zeichnet sich insbesondere durch freiwillige Entscheidung dafür aus jemanden anderen zu helfen und der "Dienst am Staat" ist bei Männern wie Frauen gleichermaßen die entrichtete, und im Übrigen für Klein- und Mittelverdiener viel zu hohe, Steuer, die gleichermaßen Gutes verrichtet durch bspw. den Einsatz für das Bildungs- und Gesundheitssystem."

Landeshauptmann Pröll versuche durch das neuerliche vom Zaun brechen dieser Diskussion, die im Übrigen von schwarzer Seite mit fadenscheinigen Argumenten geführt wird, nur Skandale wie die hochriskante Spekulation mit Steuergeldern unter der Decke zu halten. Organisationen, die im schwarzen Dunstkreis stehen ließen sich auch prima für den Kampf gegen das freiwillige soziale Jahr missbrauchen für das sie eigentlich "Feuer und Flamme" sein müssten.

"So darf ein Zivildiener ja nur Hilfstätigkeiten unter Aufsicht verrichten, kann also die zweifelsohne gute Ausbildung, die ihm zuteil wurde nicht vollständig zur Anwendung bringen. Aus diesem Gesichtspunkt heraus muss es doch jedem Dienststellenleiter einer Organisation, die Zivildiener zugewiesen bekommt, nur allzu recht sein, dass es nun Leute aus dem sozialen Jahr zum Einsatz bekommt, die alles Gelernte auch eigenverantwortlich ausführen dürfen." so Scheiblauer weiter.

Im Übrigen würden jene, die das freiwillige soziale Jahr machen genauso in den Freiwilligenpool der jeweiligen Organisation überwechseln, wie dies derzeit Zivildiener tun. Damit würde auch das letzte Argument der "dunklen Seite der Macht" ad absurdum geführt sein, dass die Freiwilligkeit aussterben würde.

Scheiblauer abschließend: "Die ÖVP möchte ein System, das sich längst überholt hat weiterführen und jungen Männern, anscheinend am Liebsten bald auch noch jungen Frauen, 6 Monate und mehr rauben, die zur Weiterbildung oder zum Sammeln von Berufserfahrung genutzt werden kann und dem Land weit mehr hilft als Ponys zu grüßen, Fenster stundenlang mit Zeitungspapier zu schmirgeln oder auf Offiziersbällen zu kellnern."

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