SP-Peschek: Mit Profiheer Ende von Diebstahl an Geld & Zeit!

Wer für Beibehaltung der Wehrpflicht ist, fordert Verlängerung dieser

Wien (OTS/SPW) - "Die Wehrpflicht ist nicht mehr zeitgemäß und bedeutet für einen Großteil der jungen Männer Diebstahl an Zeit sowie Geld. Anstatt Gruselgeschichten zu verbreiten und Waffen-Schulungen zu fordern, sollte der selbsternannte Clint Eastwood-Verschnitt ÖVP-Obmann Michael Spindelegger aus demokratiepolitischen Gründen endlich das ÖVP-Konzept auf den Tisch legen. Denn aufgrund der demografischen Entwicklung ist klar: Wer für die Beibehaltung der Wehrpflicht ist, fordert gleichzeitig die Verlängerung dieser! Denn bereits 2015 wird es nicht mehr genügend junge stellungspflichtige Männer für Präsenz- und Zivildienst geben. Sollen diese dann noch länger ihre Zeit für einen sinnentleerten Dienst verschwenden?", so Gemeinderat und SPÖ Wien-Jugendsprecher Christoph Peschek am Dienstag.****

"Statt Lohndumping durch Zivildienst-Billigarbeitskräfte, ist das freiwillige Sozialjahr mit fairer Entlohnung gemäß Kollektivvertrag und guter Ausbildung weitaus sinnvoller. Gerade der anspruchsvolle Sozial- sowie Gesundheitsbereich sollte professionell betreut werden und nicht durch Zwangsdienst. Zur angeblichen Planbarkeit durch den Zivildienst sei folgende Frage gestellt: Was wäre, wenn durch die angekündigte ÖVP-Wehrpflichtreform junge Männer wieder verstärkt den Bundesheerdienst wählen? Bricht dann das Sozialsystem zusammen? Daher gleich ein besseres, gerechteres System mit Zukunft!", betonte Peschek.

Die Wehrpflicht kostet den Jugendlichen darüber hinaus unglaublich viel Geld. Ein Absolvent einer Handelsakademie beispielsweise verliert durch den 6-monatigen Wehrdienst bis zu 8.000 Euro Gehalt. Weil Jugendliche auf eigenen Beinen stehen wollen, tappen leider auch einige in die Schuldenfalle.

"Alle Argumente sprechen für ein Berufsheer und ein freiwilliges soziales Jahr! Nützen wir die Chance und geben wir den Jungen zukünftig die Wahlmöglichkeit: ihre Ausbildung weiterzumachen, zum Heer zu gehen oder ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren", stellte Peschek abschließend fest. (Schluss)

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