ÖAMTC: 50 Prozent weniger getötete junge Lenker - Mehrphasen-Führerschein als Erfolg (Teil 1) (+Grafik, +Foto)

Weiterhin Handlungsbedarf notwendig - Verbesserung durch Qualitätskontrollen und präventive Verkehrssicherheitsarbeit

Wien (OTS) - Das Risiko, im Straßenverkehr verletzt oder getötet zu werden, ist für junge Lenker vor allem aufgrund mangelnder Routine sehr groß. Im Kampf um mehr Sicherheit im Straßenverkehr wurde in Österreich vor 10 Jahren, am 1. Jänner 2003, die Mehrphasen-Fahrausbildung für Führerscheinneulinge eingeführt:
Seither muss jeder Fahranfänger im Jahr nach der Führerscheinprüfung ein Fahrtraining machen. "Die Evaluierung der Unfallzahlen zeigt, dass Unfälle mit jungen Lenkern seither signifikant zurückgegangen sind - und zwar weit mehr als die Gesamt-Unfallzahlen. Während diese von 2000 bis 2011 um 16 Prozent abnahmen, sind Unfälle mit Beteiligung junger Lenker im gleichen Zeitraum um 32 Prozent zurückgegangen. Die Anzahl der getöteten jungen Lenker ging um 50 Prozent zurück", erklärt Christoph Mondl, stellvertretender Verbandsdirektor des ÖAMTC und Geschäftsführer der ÖAMTC Fahrtechnik.

"Die Zahlen zeigen, dass die Mehrphasen-Fahrausbildung ein Beispiel vorbildlicher Verkehrssicherheitsarbeit ist, die wahrscheinlich vielen Menschen das Leben gerettet hat", betont Mondl. Der stellvertretende Verbandsdirektor des ÖAMTC ist sich aber bewusst, dass auch weiterhin Handlungsbedarf besteht. Denn immer noch sind junge Lenker überproportional häufig an Unfällen beteiligt. "Der positive Trend kann jederzeit kippen. Gerade in dieser sensiblen Altersgruppe sind ständig Investitionen in mehr Verkehrssicherheit notwendig", betont der stellvertretende ÖAMTC-Verbandsdirektor. Neben strengeren Qualitätskontrollen bei der Mehrphasen-Fahrausbildung sieht Mondl auch Chancen in der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit wie z. B. der ÖAMTC-Aktion "7 Schicksale - 7 Schatten", mit der Jugendlichen der Sicherheitsaspekt im Straßenverkehr bewusst gemacht werden soll. Über eine Änderung des Verhaltens soll eine Reduktion der Zahl von Verkehrsunfällen von jungen Lenkern erreicht werden.

Unfallzahlen - Unfälle mit beteiligten jungen Pkw-Lenkern vor und nach Einführung der Mehrphasen-Ausbildung

Die ÖAMTC-Unfallforschung hat die Anzahl von Unfällen mit Beteiligung junger Lenker (17 - 24 Jahre) vor und nach Einführung der Mehrphasen-Fahrausbildung verglichen. Um dabei die Relevanz jährlicher Schwankungen möglichst gering zu halten, wurde jeweils der Durchschnittswert aus den Jahren 2000 - 2002 mit dem Durchschnittswert der Jahre 2009 - 2011 verglichen.

Österreichweit gab es von 2000 - 2002 durchschnittlich 12.700 Unfälle mit 18.400 Verletzten und 245 Getöteten. Von 2009 - 2011 ereigneten sich durchschnittlich 8.600 Unfälle mit 13.500 Verletzten und 123 Getöteten. Der Vergleich zeigt einen Rückgang von minus 32 Prozent bei den Unfällen, die Zahl der Verletzten verringerte sich um 27 Prozent, jene der Getöteten um 50 Prozent (Daten:
ÖAMTC-Unfallforschung nach Zahlen der Statistik Austria).

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(Forts.)

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