AVISO: "Findbuch für Opfer des Nationalsozialismus" wird präsentiert

Veranstaltung im Abgeordnetensprechzimmer, 15.1.2013, 18.00 Uhr

Wien (PK) - Welche Bedeutung haben die österreichischen Restitutions-und Entschädigungsmaßnahmen für das Selbstverständnis der NS-Opfer und deren Nachkommen? Welche Faktoren entscheiden dabei im Spannungsfeld zwischen Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über "Gelingen" oder "Misslingen" dieser Maßnahmen? Diesen Fragen geht eine Podiumsdiskussion heute Abend im Rahmen der Veranstaltung "FAMILIEN-GESCHICHTEN. Restitution und Entschädigung im generationellen Gedächtnis" nach.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer lädt dazu gemeinsam mit dem Nationalfonds heute Dienstag, den 15. Jänner 2013, um 18.00 Uhr ins Abgeordnetensprechzimmer des Hohen Hauses ein. Es diskutieren Universitätsprofessorin Katja Sturm-Schnabl (Institut für Slawistik, Universität Wien), Miguel Herz-Kestranek (Schauspieler und Autor), Pia Schölnberger (Provenienzforscherin in der Albertina, Wien) sowie Emeritus Gerhard Botz (am Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien). Die Moderation übernimmt Hannah Lessing (Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus).

Weiter wird an diesem Abend das Projektteam Entschädigungsfonds die Online-Plattform "Findbuch für Opfer des Nationalsozialismus" vorstellen. Diese Datenbank beruht auf den Angaben über Aktenbestände zu NS-Vermögensentziehungen und österreichischen Entschädigungs- und Restitutionsmaßnahmen, die österreichische Archive dem Nationalfonds in den Jahren seiner Tätigkeit zur Verfügung gestellt haben. Diese Daten wurden von den MitarbeiterInnen des Entschädigungsfonds im Zuge der Bearbeitung von Anträgen zusammengeführt, teilweise ergänzt, überarbeitet und nötigenfalls elektronisch erfasst. Die daraus entstandene Datenbank liefert die Grundlage für das "Findbuch für Opfer des Nationalsozialismus". Es wird auf der Website des Nationalfonds der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ermöglicht die Suche nach Personen und Unternehmen in österreichischen Archivbeständen zu NS-Vermögensentziehungen sowie Entschädigungs- und Restitutionsmaßnahmen. Das "Findbuch für Opfer des Nationalsozialismus" ist damit ein wichtiger Beitrag zur familiengeschichtlichen, wissenschaftlichen, bildungspolitischen und zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Nachwirkungen in Österreich. (Schluss) sox

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